Nach dem deutschen WM-Aus
Katerstimmung in der Gastronomie

Münster -

Nach dem WM-Aus der deutschen Mannschaft herrscht in der Gastronomie Katerstimmung. Die Public Viewings dürften nun auf ein deutlich geringeres Interesse stoßen. Und die Hafenarena macht sogar bis zum Finale dicht.

Donnerstag, 28.06.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 28.06.2018, 21:02 Uhr
In der Hafenarena wird nun nur noch ein WM-Spiel gezeigt – das Finale am 15. Juli.
In der Hafenarena wird nun nur noch ein WM-Spiel gezeigt – das Finale am 15. Juli. Foto: Matthias Ahlke

Das frühe Aus der deutschen Mannschaft ist für Hafenarena-Veranstalter Bernd Redeker nicht nur emotional „eine Katastrophe“ – sondern auch wirtschaftlich. „Der Bierumsatz war schlecht, die Leute haben während der deutschen Spiele nur auf die Großbildleinwand gestarrt“, sagt Redeker. Mit welchem Ergebnis das Projekt „Urlaubsguru-Hafenarena“ abschließen wird, „das muss ich noch ausrechnen“.

Von Anfang an war geplant, nur die deutschen Spiele und das Finale im Jovel zu übertragen. „Nach dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft ist nun erstmal Pause angesagt“, berichtet Redeker. Die Mitarbeiter werden bis zur Endspiel-Übertragung nicht mehr benötigt – „es ist ja keine Arbeit da“.

Deutschland - Südkorea: Public Viewing in der Hafenarena

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Ob es bei der nächsten EM oder WM erneut eine Hafenarena geben wird, steht in den Sternen. „Erstmal muss sich Deutschland qualifizieren“, sagt Redeker.

Katerstimmung am Aasee

Katerstimmung auch beim Studentenwerk, das vor und in der Mensa am Aasee die WM überträgt. Das Spiel gegen Südkorea verfolgten 4500 Fans, die Bismarckallee musste von der Polizei gesperrt werden, berichtet Mitarbeiter Jan-Fiete Wiese. So voll wird es bis zum Finale sicher nicht mehr werden. „Ob wir einen Verlust machen werden, kann ich noch nicht sagen“, betont Wiese.

Einen Teil der angemieteten Absperrgitter gibt das Studentenwerk nun vorzeitig zurück, um Kosten zu sparen. Und auch für Sicherheit und Getränkeausschank werden jetzt weniger Mitarbeiter benötigt. Dennoch sollen weiterhin alle Spiele übertragen werden. „Bei Spanien gegen Portugal waren immerhin 800 Fans hier“, sagt Wiese. Bei einer exotischeren Partie, an die er sich nicht mehr erinnert, allerdings nur ein Dutzend.

Deutschland - Südkorea: Public Viewing vor der Mensa am Aasee

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Biergarten auch ohne Fußball voll

„Brechend voll“ war es am Mittwoch bei „Kruse Baimken“ am Aasee. „Schade, dass Deutschland raus ist, schließlich hatten wir ins Public Viewing einiges investiert“, sagt Betreiber Walter Gertz. Für ihn sei das Aus der Deutschen allerdings wirtschaftlich kein Problem. „Wenn das Wetter gut ist, bekommen wir den Biergarten auch ohne Fußball voll.“ Bei „Kruse Baimken“ sollen die WM-Übertragungen bis zum Finale weitergehen.

Ernüchterung im Kuhviertel

Ernüchterung auch im Kuhviertel – schließlich war auch dort während der Partie gegen Südkorea richtig viel los. „Schade, dass Deutschland raus ist“, sagt „Blaues Haus“-Mitarbeiterin Pia Holtkötter. Geschäftlich bleibt aber auch sie entspannt: „Bei gutem Wetter ist hier auch ohne die deutsche Mannschaft viel los.“ Und auch in der Kreuzstraße planen die Gastronomen, WM-Spiele weiterhin auf Fernsehern im Freien zu präsentieren.

Mit 60 Security-Mitarbeitern pro Spiel war das münsterische Unternehmen für Veranstaltungssicherheit, HRC-Services, das unter anderem bei Heimspielen von Preußen Münster für Ordnung im Stadion sorgt, für die öffentlichen Public-Viewing-Veranstaltungen in Gütersloh gebucht. Hunderte Fans sollten dort ab dem Achtelfinale gemeinsam alle WM-Entscheidungsspiele gucken. Am Donnerstag wurde alles gecancelt. „Der unternehmerische Gewinn ist mit dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft Geschichte“, sagt der geschäftsführende HRC-Gesellschafter Thorsten Geuting.

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