Gefeiertes Konzert in der Erlöserkirche
„Junger Chor“ gastiert in der Carnegie Hall

Münster -

Dass der „Junge Chor“ ganz hervorragend ist, hat sich inzwischen weit herumgesprochen. Weltweit. Erst unmittelbar vor der Zugabe im bejubelten Konzert in der übervollen Erlöserkirche weihte Chorleiter Harald Berger am Sonntagabend das Publikum in eine geradezu sensationelle Option ein, und warb um Unterstützung.

Montag, 02.07.2018, 18:06 Uhr
Maria Stjepic zauberte beim Konzert des Jungen Chores in der Erlöserkirche den Bossa-Klassiker „Manha de Carneval“ auf ihrer Gitarre..
Maria Stjepic zauberte beim Konzert des Jungen Chores in der Erlöserkirche den Bossa-Klassiker „Manha de Carneval“ auf ihrer Gitarre.. Foto: Ulrich Coppel

Rückblende: Mit Christopher Tins Grammy-Preisgekröntem Hit „Baba Yetu“ zog der „Junge Chor“ 2017 ins Finale des WDR-Wettbewerb „Bester Chor im Westen“. Obschon man damals zwar nicht den Titel gewann, wurde eine New Yorker Konzertagentur auf das im Internet verfügbare Video des Auftritts aufmerksam. Und die war so begeistert, dass sie den gesamten Chor für einen Auftritt in Anwesenheit des Komponisten für Pfingsten 2019 in die weltberühmte Carnegie Hall in New York eingeladen hat.

„Die Sache hat nur einen Haken: Der Chor muss die gesamten Kosten selber tragen, die mit 1700 Euro pro mitreisender Person zu Buche schlagen werden. Rund 40 Chormitglieder würden sich diesen Traum gern erfüllen. „Helfen sie uns doch dabei mit ihrer großzügigen Spende…“, bat der bestens aufgelegte Chorgründer und Leiter Harald Berger (siehe Internet-Adresse) und erhielt tosenden Applaus.

Zuvor stellte der „Junge Chor“ sein außergewöhnliches Niveau in Form eines breiten Spektrums aus sehr unterschiedlichen Werken zwischen barocker Musik von Heinrich Schütz, Volksliedern und Pop dar. Zwischendurch gab es immer wieder Platz für solistische Einlagen, die zum Teil auch instrumentale Glanzlichter setzten. Maria Stjepic zauberte zum Beispiel den Bossa-Klassiker „Manha de Carneval“ mit ihrer Gitarre. Julius Brühl begleitete mal Annika Joachim in ihrer tollen Interpretation von Adeles „Turning Tables“ am Klavier, mal dirigierte er den gesamten Chor beim Singen des schwedischen Volksliedes „vem kan segla“ und bewies darüber hinaus seine Qualitäten als formidabler Entertainer. Robin Balske und Robin Geipel fielen sich nach „All of me“ und „Guy love“ derart herzlich in die Arme, dass die Klavierbegleiterin Julia Richter nur schwer zum dazu jubeln dazwischen kam.  

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5872885?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker