Preußen und Fanport organisieren Festival am Stadion
Musik für grenzenlose Solidarität

Münster -

Ein Festival ohne teure Eintrittskarten? Beim "Port Sol"-Festival am Samstag (7. Juli) auf dem Tennenplatz am Marathontor des Preußen-Stadions können Fans von Livemusik das zum ersten Mal erleben.

Donnerstag, 05.07.2018, 11:00 Uhr aktualisiert: 05.07.2018, 12:39 Uhr
Unter den Bands, die am Samstag auf der Bühne stehen werden, ist auch die Formation „Blut Hirn Schranke“ aus Düsseldorf.
Unter den Bands, die am Samstag auf der Bühne stehen werden, ist auch die Formation „Blut Hirn Schranke“ aus Düsseldorf. Foto: PR

Am Samstag (7. Juli) findet auf dem Tennenplatz am Marathontor des Preußen-Stadions zum ersten Mal ein Musikfestival „umsonst und draußen“ statt. Organisiert wird es vom sozialpädagogischen Fanprojekt „Fanport Münster“ gemeinsam mit einer Gruppe Preußen-Fans. Das „Port Sol“-Festival wirbt für grenzenlose Solidarität, heißt es in der Ankündigung der Veranstalter.

Fünf Bands spielen von 16 bis 22 Uhr auf der roten Asche hinter der Fan-Anlaufstelle, es wird Essens- und Infostände sowie im kleinen Rahmen Solidaritätsstände geben, an denen zugunsten der Seenotrettung „Sea Watch“ vom T-Shirt bis zum Kaffee allerlei erworben werden kann. Auch das Kollektiv „Kein Bock auf Nazis“ beteiligt sich mit einem Stand an dieser karitativen Veranstaltung.

Einnahmen durch Getränke- und Essensverkauf werden gespendet

Zurzeit nehmen Italien und Malta keine Geflüchteten mehr auf. Schiffe mit in Seenot geratenen afrikanischen und arabischen Geflüchteten haben dadurch Schwierigkeiten, die Menschen in ihrer Obhut zu versorgen, heißt es weiter. Die Überschüsse, die durch Getränke- und Essensverkauf und durch direkte Spenden erzielt werden, kommen dem Verein „Sea Watch“ zugute. Marcus Berger, ein aktives Mitglied des Vereins, wird einen Infostand betreiben und auf dem Festival über diese humanitäre Arbeit berichten. Die Bands, die auf dem Festival ihre Kunst darbieten, verzichten auf den Großteil ihrer Gage.

„Im Mittelmeer sterben viele Menschen, ohne dass dies wirklich nötig wäre, denn dort versagt derzeit der europäische Humanismus“, sagt einer der Organisatoren des Festivals, der Fanport-Leiter Edo Schmidt.

Punk, Hardcore und Hip-Hop

Der Fanport engagiert sich nach eigenen Angaben auch sonst für Geflüchtete. Seit Mitte 2017 führt er ein Inte­grations- und Sportprojekt mit dem Namen „Aktiv ankommen in Münster“ durch, das vom NRW-Ministerium für Kinder, Familien, Flüchtlinge und Integration gefördert wird. Im Rahmen dieses Projektes findet zu Beginn des Festivals auf dem Bolzplatz hinter der Fan-Anlaufstelle am Stadion ein interkulturelles U 18-Fußballturnier statt. Ab 13 Uhr werden verschiedene Teams aus sozialen Einrichtungen Münsters gegeneinander antreten. Die Kicker aus dem Integrationsprojekt des Fanports werden ebenfalls vertreten sein.

Ab 16 Uhr finden die Konzerte der Bands „Kosmonovski“ aus Rheine, „Blut Hirn Schranke“ aus Düsseldorf, NES und „Damaged Rough“, Dismalfucker sowie AzudemSK aus Münster statt. Die Musik wird sich zwischen Punk, Hardcore und Hip-Hop bewegen.

Ab 22 Uhr ertönen dann „Global Beatz“ aus der Konserve im Partyzelt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.  

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