Fr., 06.07.2018

Protest schon angemeldet AfD plant erneut Neujahrsempfang im Rathaus

Am 10. Februar 2017 protestieren in Münster nach offiziellen Schätzungen mehr als 8000 Menschen gegen den Neujahrsempfang der AfD.

Am 10. Februar 2017 protestieren in Münster nach offiziellen Schätzungen mehr als 8000 Menschen gegen den Neujahrsempfang der AfD. Foto: Gunnar A. Pier

Münster - 

Tausende Menschen trotzen der Kälte auf dem abgedunkelten Prinzipalmarkt, um gegen die AfD zu protestieren: Mit diesen Bildern machte Münster im Februar 2017 Schlagzeilen. Gut möglich, dass sich das im nächsten Jahr wiederholt.

Von Martin Kalitschke

Tausende demonstrierten im Februar 2017 gegen den Neujahrsempfang der AfD im historischen Rathaus. Die Geschäftsleute am Prinzipalmarkt löschten als Zeichen des Protests die Lichter in ihren Schaufenstern und hissten Europafahnen.

Am 22. Februar 2019 könnte es nun zu einer Neuauflage dieses Szenarios kommen. Dann nämlich wird die AfD erneut zu einem Neujahrsempfang im Rathausfestsaal einladen. Ein entsprechender Antrag ist jetzt genehmigt worden.

Postwendend hat das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ eine Gegenveranstaltung auf dem Prinzipalmarkt bei der Polizei angemeldet, so Carsten Peters, Sprecher des Bündnisses, am Freitag.

Fotostrecke: Mehr als 8000 Münsteraner protestieren gegen AfD-Neujahrsempfang 2017

„Hochkarätiger Bundespolitiker“ soll kommen

In diesem Jahr hatte die AfD auf eine solche Veranstaltung verzichtet. Unter anderem sei es kurz nach der Bundestagswahl nicht gelungen, einen prominenten Redner zu finden, so AfD-Ratsherr Martin Schiller. Im Februar 2019 erwarte man nun „einen hochkarätigen Bundespolitiker“.

„Es darf nicht sein, dass die AfD als normale Partei begriffen wird“, begründet Peters den Gegenprotest. „Ich gehe davon aus, dass sich erneut viele Menschen beteiligen werden, um ein deutliches Zeichen gegen Rechts zu setzen“, so Peters.



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