Mo., 09.07.2018

Preis des Westfälischen Friedens Steinmeier empfängt am Samstag in Münster drei Staatsoberhäupter

Preis des Westfälischen Friedens: Steinmeier empfängt am Samstag in Münster drei Staatsoberhäupter

2016 kamen Tausende Münsteraner auf den Prinzipalmarkt, um dem jordanischen König Abdullah II ibn Al Hussein und seine Frau Rania einen herzlichen Empfang zu bereiten. Foto: Jürgen Peperhowe (Archiv)

Münster - 

Hoher Besuch in Münster: Die Staatsoberhäupter von Estland, Lettland und Litauen nehmen am Samstag den Internationalen Preises des Westfälischen Friedens entgegen. Mittags werden sie sich gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf dem Sentenzbogen des Stadtweinhauses zeigen. Schon am Vorabend sind sie in der Stadt.

Die Verleihung des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens lockt am Samstag (14. Juli) wieder hohen Besuch nach Münster. Unmittelbar nach dem Festakt im historischen Rathaus werden die Staatsoberhäupter von Estland, Lettland und Litauen die Menschen auf dem Prinzipalmarkt grüßen. Die estnische Präsidentin Kersti Kaljulaid, die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė und der lettische Präsident Raimonds Vējonis zeigen sich gegen 12.45 Uhr gemeinsam mit dem Laudator, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, sowie mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe auf dem Sentenzbogen des Stadtweinhauses.

Bei den Verleihungen in den vergangenen Jahren hatten Tausende Münsteraner den Preisträgern wie Helmut Schmidt, Kofi Annan oder Jordaniens König Abdullah II. einen überaus herzlichen Empfang bereitet.

Fotostrecke: Westfälischer Friedenspreis: Die bisherigen Preisträger

Integration ins westliche Wertesystem

Die Staatsoberhäupter nehmen den Friedenspreis stellvertretend für die Menschen im Baltikum entgegen, heißt es in einer Pressemitteilung. Dr. Reinhard Zinkann, Vorsitzender der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL), die den Preis alle zwei Jahre vergibt, erklärte, die drei Länder würden wegen ihrer intensiven Bemühungen um eine Integration ins westliche Wertesystem von Demokratie und Freiheit gewürdigt. „Von den baltischen Staaten können wir lernen, was Einigkeit möglich macht“, sagte Zinkann. „Man denke nur an die Menschenkette im Jahr 1989 – es war die größte, die es je gegeben hat, und sie erstreckte sich über alle drei baltischen Staaten hinweg.“

Fotostrecke: Preis des Westfälischen Friedens für die baltischen Staaten

Auch junge Menschen, die sich beispielgebend für den Frieden einsetzen, werden in diesem Jahr wieder ausgezeichnet: Den Jugendpreis 2018 vergibt die WWL an die Ringe Deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Das Pfadfinden wird als weltgrößte Jugendbewegung für die friedensorientierte Leistung geehrt. Für die Jugendpreisträger hält Ministerpräsident Laschet die Laudatio.

Der Jugendpreis

Gemeinsam mit Persönlichkeiten oder Repräsentanten von Staaten, die zum Vorbild für Friedensarbeit in Europa und der Welt geworden sind, werden immer auch junge Menschen geehrt, die durch ihre Taten ein Beispiel für politische, soziale und ökologische Versöhnung und damit für Frieden in der Welt gegeben haben. Zuletzt wurden hier die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und die Jugendarbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ausgezeichnet.

Abendessen, Ankunft, Livestream

Ein erster Höhepunkt am Samstag werden ab 9.30 Uhr die Vorfahrten des Bundespräsidenten und der offiziellen Gäste vor dem Rathaus sein.
Gemeinsam mit Ministerpräsident Laschet, Oberbürgermeister Lewe und dem WWL-Vorsitzenden Zinkann wird Frank-Walter Steinmeier die
Staatsoberhäupter aus dem Baltikum willkommen heißen. Die hohen Gäste treffen in Münster bereits am Freitagabend ein, um am traditionellen
„Preisträgeressen“ mit dem Kuratorium des Friedenspreises teilzunehmen.

Die Münsteraner können die festliche Preisverleihung auch wieder live im WDR-Fernsehen, per Internet-Livestream oder beim „Public Viewing“
mitverfolgen: Ab 11 Uhr wird die 90-minütige Übertragung auf einer Videowand an der Stubengasse gezeigt. Dort sind dann auch zahlreiche
Pfadfinderinnen und Pfadfinder vertreten, um den Münsteranern das Engagement ihrer Organisation näher vorzustellen. Außerdem präsentieren
sich die baltischen Staaten auf Aktionsflächen an der Stubengasse.



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