Mi., 11.07.2018

Einbrüche in Vereinsheime Sind Serientäter in Münsters Süden unterwegs?

Einbrüche in Vereinsheime: Sind Serientäter in Münsters Süden unterwegs?

Beim Einbruch ins Vereinsheim von Borussia Münster zerstörten die Täter unter anderem mehrere Türen. Foto: Borussia Münster

Münster - 

Gleich drei Mal ist zwischen dem 28. Juni und 8. Juli in Münsters Süden in Vereinsheime von Fußballclubs eingebrochen worden. Die Einbrecher begnügten sich nicht nur mit Diebstählen, sondern hinterließen auch Spuren brachialer Gewalt. Auffällig ist: die Tatorte befinden sich in unmittelbarer Nähe zueinander.

Von Mirko Ludwig

Als die Nachwuchskicker der U17-Mannschaft von Borussia Münster am Sonntagmorgen (8. Juli) am Vereinsgelände an der Grevingstraße eintrafen, sahen sie zu ihrer Verwunderung einen Polizeiwagen auf dem Parkplatz stehen. Weiter kamen die jungen Fußballer nicht - das Clubhaus mit den Umkleidekabinen war zum Tatort erklärt worden, Zutritt verboten.

Das Team musste sich zwangsläufig im Freien für das Testspiel gegen die SG Telgte umziehen, während Polizisten im Clubheim Spuren sicherten. Doch was war passiert?

Eine gute Stunde vor dem Eintreffen der Jungen hatte ein Zeuge zwei Einbrecher im Gebäude entdeckt, die sich gewaltsam Zutritt ins Vereinsheim verschafft hatten. Sie hatten die Scheibe der Tür des Gerätehauses eingeschlagen. Anschließend hebelten sie mehrere Türen auf oder zerstörten diese mit einer Axt.

Im Bereich der Geschäftsstelle entwendete das Duo einen dreistelligen Geldbetrag. Als die beiden Täter den Zeugen bemerkten, ergriffen sie die Flucht. Sie hinterließen in Teilbereichen des Clubheims ein Bild der Verwüstung.

Weitere Einbrüche

Ein ähnliches Bild bot sich der Polizei drei Tage zuvor (5. Juli) in der Geschäftsstelle des Fußball-Drittligisten Preußen Münster, die sich auf dem Stadiongelände an der Hammer Straße befindet. Auch hier waren die Räumlichkeiten bei einem Einbruch massiv verwüstet worden.

Und ein weiterer Fall liegt auf dem Schreibtisch der Polizei: Zwischen dem 28. Juni und 3. Juli wurde in ein Vereinsheim an der Robert-Bosch-Straße eingebrochen. Die Einbrecher hatten ein Loch in die Scheibe der Eingangstür geschlagen und sich so Zutritt verschafft.

Auf ihrem Beutezug drückten die Einbrecher eine Tür mit Gewalt ein und hebelten danach einen Wandschrank auf. Die Täter durchsuchten Kartons und Aktenschränke in einem Büroraum sowie in einem Lagerraum. Sie klauten schwarzen Toner und eine Geldkassette mit einer dreistelligen Bargeldsumme. Entdeckt wurde der Einbruch am 3. Juli.

Sind Serientäter am Werk?

Auffällig ist die räumliche Nähe der drei Tatorte - sie liegen jeweils nur einige Hundert Meter auseinander. Ebenso die kurzen zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Einbrüchen. Stellt sich die Frage: Sind Serientäter hier am Werk?

"Wir beteiligen uns an möglichen Spekulationen beziehungsweise Mutmaßungen dieser Art natürlich nicht", erklärt ein Sprecher der Polizei Münster. Im Rahmen der Ermittlungen werden aber mögliche Zusammenhänge überprüft, erläutert er weiter. Wenn vermeintliche Regelmäßigkeiten bei solchen Taten vorliegen, ist die Polizei grundsätzlich alarmiert und kontrolliert per Streife verstärkt vergleichbare Objekte, die Ziel der Einbrecher werden könnten.

Hinweise zu den Einbrüchen nimmt die Polizei Münster unter der Rufnummer 0251 275-0 entgegen.



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