Do., 12.07.2018

Waffen-Amnestie greift nicht Staunen bei der Polizei: Granate abgegeben

116 Waffen wurden bei der Polizei im Zuge der Waffenamnestie abgegeben - und eine Granate.

116 Waffen wurden bei der Polizei im Zuge der Waffenamnestie abgegeben - und eine Granate. Foto: Polizei Münster

Münster - 

Bei der unlängst beendeten Waffen-Amnestie gab es eine handfeste Überraschung: Denn es wurde auch eine Granate abgegeben.

Von Dirk Anger

Da staunten die Polizeibeamten in der Wache am Friesenring nicht schlecht: Im Zuge der unlängst beendeten Waffen-Amnestie lag tatsächlich eine echte Granate vor ihnen, wie eine Behörden-Sprecherin in dieser Woche bestätigte. Dumm nur für den Überbringer: Eben diese Munition fiel nicht unter die straffreie Waffen-Abgabe, mit der die Sicherheitsbehörden die Zahl der im Umlauf befindlichen Waffen senken wollten.

Granate an Bundeswehr übergeben

Stattdessen regelt das Kriegswaffenkontrollgesetz den Umgang mit dem Kaliber 20 × 139 Millimeter, wie es heißt. Und weil in der Asservatenkammer der Polizei eine ordnungsgemäße Lagerung offenbar nicht möglich ist, wurde die Granate zur fachgerechten Handhabe der Bundeswehr übergeben.

Bei dem Geschoss handelt es sich nach Polizei-Angaben um Bordwaffen-Munition eines Jagdflugzeuges. Wer diese abgegeben hat, wollte die Behörde unter Verweis auf das „laufende Verfahren“ nicht mitteilen. Noch nicht entschieden ist derweil auch die Frage, ob den Überbringer, der womöglich in bester Absicht gehandelt hat, jetzt ein Strafverfahren erwartet.

Polizei nahm Pistolen, Revolver und Gewehre entgegen

Im Zuge der am 1. Juli beendeten bundesweiten Waffen-Amnestie wurden bei der Polizei in Münster insgesamt 116 Waffen abgegeben, darunter Pistolen, Revolver und Gewehre. Diese fielen ebenso wie Luftdruckwaffen und Messer unter die Amnestie – anders als die besagte Granate, die für große Augen sorgte.



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