Fr., 13.07.2018

Internationaler Preis des Westfälischen Friedens So viele Staatsoberhäupter wie nie

Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens wird an Estland, Lettland und Litauen verliehen.

Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens wird an Estland, Lettland und Litauen verliehen. Foto: rr

Münster - 

Gleich vier Staatsoberhäupter sind am Samstagmittag auf Münsters Prinzipalmarkt zu sehen. Estland, Lettland und Litauen werden mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet. Bundespräsident Steinmeier hält die Laudatio.

Von Ralf Repöhler

Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) hat den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens vor 20 Jahren zum ersten Mal verliehen. Persönlichkeiten wie Václav Havel, Helmut Kohl, Valéry Giscard d’Estaing, Kofi Annan oder Helmut Schmidt sind in den zwei Jahrzehnten im münsterischen Rathaus ausgezeichnet worden.
Doch alle Preisträger und Laudatoren des Friedenspreises 2018 unter einen Hut zu bekommen, verlangte diesmal besonders intensiven Abstimmungsbedarf – angesichts der vier Staatsoberhäupter und eines Ministerpräsidenten, die am Samstag gegen 12.45 Uhr vom Prinzipalmarkt aus auf dem Sentenzbogen des Stadtweinhauses zu sehen sein werden.

Fotostrecke: Preis des Westfälischen Friedens für die baltischen Staaten


Die estnische Präsidentin Kersti Kaljulaid, die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė und der lettische Präsident Raimonds Vējonis nehmen die renommierte Auszeichnung stellvertretend für die Menschen in ihren Ländern entgegen, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält die Laudatio. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet stellt die friedensorientierte Leistung der Ringe Deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinder heraus, die mit dem Jugendpreis ausgezeichnet werden.

Großleinwand auf der Stubengasse

Die Limousinen mit den Staatschefs werden am Samstag ab 9.30 Uhr vor dem Rathaus vorfahren. Im Friedenssaal werden sich die Gäste ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Der WDR zeigt die anschließende Preisverleihung ab 11 Uhr live. Die 90-minütige Übertragung ist auf einer Großleinwand auf der Stubengasse zu sehen, wo sich die drei baltischen Staaten und auch die Pfadfinder präsentieren.
„Drei Simultan-Dolmetscher sind im Rathaus im Einsatz, um die teils in Englisch, teils in Landessprache gehaltenen Reden der Staatsoberhäupter zu übersetzen“, sagt WWL-Geschäftsführer Jost Springensguth. 330 geladene Gäste sind im Festsaal und in der Rüstkammer dabei, zwei Stuhlreihen mussten aus Sicherheitsgründen im Vergleich zu früheren Preisverleihungen wegfallen.
Der Prinzipalmarkt rund um das Rathaus bleibt am Samstag von 8 bis 15 Uhr zwischen Stadthausturm und St.-Lamberti-Kirche für den Straßenverkehr gesperrt.

Fotostrecke: Westfälischer Friedenspreis: Die bisherigen Preisträger

 



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