Fr., 13.07.2018

Mini-Schmuck Lackkunstmuseum erhält Schenkung: Japan im Kleinen

Eines der „Inrōs“, die dem Lackmuseum geschenkt wurden

Eines der „Inrōs“, die dem Lackmuseum geschenkt wurden Foto: Museum für Lackkunst Münster

Münster - 

Eine private Sammlerin schenkte dem Museum für Lackkunst im vergangenen Jahr einen Bestand von 80 „Inrōs“, die jetzt der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dabei handelt es sich um kunstvolle japanische Stapelkästchen, die früher zur Aufbewahrung von Arznei dienten.

„Meine Freude über diese Nachricht war außerordentlich groß“, erklärt Prof. Dr. Monika Kopplin, Direktorin des Museums für Lackkunst. Die Sammlerin habe im Laufe der Jahre prägnante Beispiele aus dem 17. bis 19. Jahrhundert zusammengetragen, die in unterschiedlichsten Ziertechniken und mit einer großen Bandbreite an Motiven kunstvoll gestaltet sind. Unter den Themen finden sich symbolisch konnotierte Pflanzen und Tiere, literarische Sujets, historische Szenen und berühmte landschaftliche Szenerien – sie bilden gleichsam Japan im Kleinen ab, berichtet das Museum.

„Die Schenkung stellt eine wertvolle Erweiterung und Ergänzung des bereits vorhandenen beachtlichen Bestandes dar“, erläutert die Direktorin des Museums für Lackkunst. Besonders glücklich, so fährt sie fort, sei sie über so seltene Exemplare wie „Inrōs“ mit Schubkastenaufteilung oder ein „Inrō“, das alle notwendigen Schreibutensilien en miniature enthält. „Ein fürwahr spektakulärer Zuwachs“, fasst Kopplin zusammen.

Die Sonderausstellung „Japan en miniature“ ist ab dem 23. September dienstags von 12 Uhr bis 20 Uhr und mittwochs bis sonntags von 12 Uhr bis 18 Uhr zu besichtigen.



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