Mo., 16.07.2018

Vorfahrt für Promenaden-Radler Debatte um Vorfahrtsregelung auf der Promenade reißt nicht ab

Vorfahrt für Promenaden-Radler: Debatte um Vorfahrtsregelung auf der Promenade reißt nicht ab

An vier Querungsstellen auf der Promenade sollen Radfahrer im Jahr 2019 Vorrang bekommen. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Die Debatte um die geplante Vorfahrt für Radfahrer auf Teilen der Promenade geht weiter. Während der Automobilclub Münster des ADAC das Vorhaben kritisiert, begrüßt der Jugendrat der Stadt Münster den Vorstoß.

Der Vorsitzende des Automobilclubs Münster des ADAC, Wolfgang Husch, nimmt Stellung zur geplanten Vorfahrt von Radfahrern an einigen Kreuzungen mit der Promenade. Zunächst habe man geglaubt, es handele sich um eine „Schnapsidee“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Zustimmung in der Bevölkerung halte sich in Grenzen, dennoch werde weitergeplant. Eine Promenade als Radfahrer-Autobahn würde Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen gefährden. Die Situation sei durch oft erzwungene Vorfahrt schon bedenklich und dürfe nicht verschlimmbessert werden.

 

Fotostrecke: An diesen Kreuzungen bekommt die Promenade Vorfahrt

 

Stellungnahme des Jugendrats der Stadt Münster 

Der Jugendrat der Stadt Münster hingegen begrüßt die Planungen zur Bevorrechtigung des Radverkehrs an den Kreuzungen zur Promenade. "Aus unserer Sicht ist das Vorhaben sinnvoll, weil das Fahrrad als umweltfreundliches Fortbewegungsmittel in den Fokus der Verkehrsplanung gestellt wird. Wir sind der Auffassung, dass man gerade im Zusammenhang mit dem Klimawandel auf nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität setzen sollte", heißt es in einer Mitteilung. Gerade Kinder und Jugendliche nutzten die Promenade, heißt es weiter - mit einer Bevorrechtigung des Radverkehrs würde man ihnen, wie allen anderen Radfahrern, die Möglichkeit einräumen, sich schneller und einfacher fortzubewegen.

Titel der „Fahrradstadt“ gerecht werden

Außerdem sei man im Jugendrat der Auffassung, dass der Autoverkehr in die Innenstadt ohnehin perspektivisch reduziert werden sollte. Hinzu komme, dass die Stadt Münster mit der Promenade eine einzigartige „Fahrradautobahn“ habe, die sie als zentralen Baustein der Radverkehrsinfrastruktur weiter fördern sollte. Ein Vorfahrtsrecht für Radfahrer würde dazu beitragen und Münster würde seinem Titel „Fahrradstadt“ gerecht werden. 

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