Freiwilligentag im Lorenz-Süd
Eine Burg im Erlebniswäldchen

Münster -

Heimische Tiere und Pflanzen sind für viele Kinder heute böhmische Dörfer. Nachholbedarf haben vor allem jene Kids, die regelmäßig in Berg Fidel die offenen Angebote im Stadtteilhaus Lorenz-Süd nutzen, weiß dessen Leiter Berthold Götte. 

Montag, 16.07.2018, 11:00 Uhr aktualisiert: 16.07.2018, 20:32 Uhr
Im Erlebniswäldchen hinter dem Lorenz-Süd wollen Leiter Berthold Götte (l.) und Diplompädagoge André Drücker mit engagierten Bürgern am Freiwilligentag am 22. September neben Insektenhotels und Fabel­wesen eine Burg-Silhouette aus Holz erstellen.
Im Erlebniswäldchen hinter dem Lorenz-Süd wollen Leiter Berthold Götte (l.) und Diplompädagoge André Drücker mit engagierten Bürgern am Freiwilligentag am 22. September neben Insektenhotels und Fabel­wesen eine Burg-Silhouette aus Holz erstellen. Foto: hö

Ein erlebnispädagogisches Bildungsangebot der besonderen Art hat er deshalb vor einigen Jahren auf einer rund 2400 Quadratmeter großen verwunschenen, zugewachsenen Grünfläche geschaffen, wo ein naturkundlicher Pfad durchs Unterholz lockt und Fabelwesen aus Holz zwischen den Bäumen hervorlugen. Götte und sein Team würden sich freuen, wenn beim Freiwilligentag am 22. September Ehrenamtliche mit Hand anlegen, um einen Wunsch der Kinder auf ihrer Erlebnisfläche zu erfüllen: eine Burgsilhouette aus Holz mit tollen Zinnen.

Fast 40 Projekte

Der diesjährige Freiwilligentag am 22. September soll wieder ehrenamtliches Engagement in der Stadt beflügeln. In fast 40 Projekten können sich Freiwillige spannenden Aufgaben stellen, die zudem einen großen gesellschaftlichen Nutzen haben. Egal ob pflanzen, streichen, basteln, musizieren oder Ausflüge begleiten – im Mittelpunkt steht das Motto: „Gemeinsam Gutes tun“

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Wer mit den Kindern und Pädagogen zur Tat schreiten möchte, „sollte Spaß an der Stichsäge haben“, sagt Hötte. Und die Kinder helfen bestimmt gerne beim anschließenden Bemalen. „Nicht nur zuschauen und konsumieren, sondern selber machen“, heißt die Devise bei der Kinder- und Jugendarbeit im Lorenz-Süd. „Freiwilligkeit und Partizipation sind unsere Säulen“, bringt es Götte auf den Punkt, während er durch die zahlreichen Räume im Stadtteilhaus führt wie den Kindertreff mit Spielen, Büchern und Bastel­material, den Jugendtreff mit angrenzendem Tanzraum und Garten zum Klönen und Grillen, die besonders beliebte Kreativ-, Holz- und Töpfer-Werkstatt, in der die Kinder eigene Ideen umsetzen können, die Nähwerkstatt und den Konferenzraum, der auch von der Primusschule genutzt wird, und all die anderen Bereiche, die das Haus mit Leben füllen.

„Im kinderpädagogischen Bereich haben wir rund 80 Stammbesucher, täglich 30 bis 40 Kinder“, erzählt Diplompädagoge André Drücker. Ihm ist es vor allem ein Anliegen, den Kids spielerisch Wissen über die Natur zu vermitteln. So hat er mit seinen Schützlingen Insektenhotels, Meisen-Nistkästen und Igel-Häuschen gebaut, draußen den Baumlehrpfad und ein Hochbeet angelegt, in dem unter anderem Kräuter gezogen werden.

„Viele Kinder, die rundum in den Hochhäusern wohnen, haben oft keinen Zugang zu Tieren und Pflanzen.“ Viel bringt daher auch die Kooperation mit dem Naturschutzbund. Mit Besuchern des Kindertreffs und jungen Flüchtlingen geht es zweimal im Monat zur Naturschutzstation Haus Heidhorn in der Davert mit Schafen, Obstwiese, Bienen­stöcken – und Zeit zum Keschern in Teichen und auf Wiesen. Götte: „Wir wollen mit diesem Angebot auch bildungsferne Kinder er­reichen.“

Und ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur kommt am Ende allen ­zugute.

Zum Thema

Anmeldungen für den Bau der Holzburg-Silhouette auf dem Erlebnisgelände des Stadtteilhauses Lorenz-Süd laufen über die Homepage der Freiwilligen-Agentur www.freiwilligenagentur-muenster.de. Infos zu diesem Projekt unter ' 2 37 96-19..

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