Radweg statt Parkstreifen?
Grünen-Vorschlag für Wolbecker Straße löst heftige Reaktionen aus

Münster -

Der Vorschlag der Grünen, den Parkstreifen an der Wolbecker Straße auf einer Länge von 350 Metern aufzugeben und als Radweg zu nutzen, berührt ganz offenbar einen sensiblen Punkt im münsterischen Verkehrsgeschehen. Auf jeden Fall ist die Debatte bei Facebook sehr heftig und sehr leidenschaftlich.

Mittwoch, 18.07.2018, 18:15 Uhr
Radweg statt Parkstreifen?: Grünen-Vorschlag für Wolbecker Straße löst heftige Reaktionen aus
Die Grünen wollenl Änderungen zu Gunsten der Radfahrer an der Wolbecker Straße durchsetzen. Foto: Oliver Werner, Montage: Jürgen Christ

Hier einige Reaktionen:

► Bernd Lauert schreibt: „Eine großartige Idee! So kann man die Leute dazu bringen, mehr Rad oder Bus zu fahren, denn die Busse und Radfahrer würden davon profitieren. Die Parkstreifen können aus meiner Sicht auf der ganzen Wolbecker Straße eingespart werden, beidseitig.“

► Andreas Lenzing hält dagegen: „Autofahrer, die auf der verzweifelten Suche nach einem Parkplatz die Nebenstraßen verstopfen und dabei sinnlos Kraftstoff verschwenden, das dürfte der Realität näher kommen.“

► Martina Krüger prophezeit: „Wir basteln uns einen Verkehrskollaps.“

► Joko von Josbach hat noch viel weitergehende Vorschläge: „Radwegbenutzungspflicht aufheben, Tempo 30, alle Parkplätze in stadtauswärtiger Richtung weg machen, durch Fahrradbügel, Parklets und Grünstreifen ersetzen.“

► Paul Kuhn hat einen Alternativvorschlag: „Warum so ein Quatsch? Parallel zur Wolbecker Straße ist die Schillerstraße schon als Fahrradstraße vorhanden. Das reicht doch.“

► Andreas Schäfers meint dazu: „Die Schillerstraße ist ein Musterbeispiel, wie eine Fahrradstraße nicht aussehen sollte. Links und rechts stehen Autos, die physikalisch schon die Hälfte der Straße belegen.“

► Liliane Hansell warnt: „In der Stadt der Zukunft wird es bald auch kaum noch Händler geben. Dann kommt ohnehin niemand mehr mit dem Auto.“

► Tom Dirksen empfiehlt: „Wir sollten einfach mal unsere Verkehrsplaner nach Holland zur Ausbildung schicken, die Nachbarn haben es drauf, wie man solche Probleme löst.“

► Etwas grundsätzlicher beleuchtet Felix Engeln das Thema: „ Ich komme zwar aus Berlin und nicht aus Münster, aber es ist schon krass, wie sehr das Stadtleben vom Autoverkehr dominiert wird. Das kann doch keiner ernsthaft gut finden.“

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