Intelligente Straßenbeleuchtung
Stadt tauscht sich mit findigen Schülern aus

Münster -

Wie kann man bei der Straßenlaternen Strom und Geld sparen? Dieser Frage gingen zwei Abiturienten aus Münster beim Wettbewerb „Jugend forscht“ nach. Ihre Idee für eine intelligente Straßenbeleuchtung fand jetzt bei den Profis vom Tiefbauamt offene Ohren.

Freitag, 20.07.2018, 10:00 Uhr
Schüler und  Profis vom städtischen Tiefbauamt und den Stadtwerken tauschten sich über intelligente Straßenbeleuchtung aus (v.l.): Lydia Staudinger, Andreas Groot-Körmelink, Ernst Wiesmann, Sven Friedrich, Erik Holzhäuser, Georg Trede und Christian Albrecht.
Schüler und  Profis vom städtischen Tiefbauamt und den Stadtwerken tauschten sich über intelligente Straßenbeleuchtung aus (v.l.): Lydia Staudinger, Andreas Groot-Körmelink, Ernst Wiesmann, Sven Friedrich, Erik Holzhäuser, Georg Trede und Christian Albrecht. Foto: Presseamt Münster

Das Tiefbauamt der Stadt Münster und die Stadtwerke testen unterschiedliche Systeme sogenannter intelligenter Straßenbeleuchtung, die nur dann mit voller Intensität leuchtet, wenn sie von Verkehrsteilnehmern „angefordert“ wird. So soll Energie gespart und Kohlendioxid reduziert werden, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

Ähnlich gingen die Abiturienten des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, Erik Holzhäuser und Georg Trede, für ihren Beitrag zum Wettbewerb „Jugend forscht“ vor.  In Münster errangen sie damit einen ersten Platz. Die Preisträger trafen sich jetzt mit den Profis vom Tiefbauamt und den Stadtwerken, die gemeinsam mit der FH Münster das Projekt intelligente Straßenbeleuchtung in Münster vorantreiben.

Wie die Stadt planten die Schüler mit Infrarot- und Radartechnologie, für ihr Modell allerdings arbeiteten sie mit Lichtschranken – weil ihr Modellauto aus Legosteinen nur so von den Straßenlaternen des Modells erkannt wird.

Das Licht dimmt langsam auf und ab, wenn sich das Auto nähert oder wieder von der Leuchte entfernt. Zudem haben die Schüler komplexe Umwelteinflüsse berücksichtigt, so dass die Straßenbeleuchtung nicht bereits bei jeder dunklen Wolke eingeschaltet wird. Es muss mindestens 20 Sekunden lang Dunkelheit herrschen, bevor die Straßenbeleuchtung eingeschaltet wird. Die Steuerung ist durch die Schüler in einer Programmiersprache erstellt worden, sodass viele ihrer Ideen schnell umgesetzt werden konnten. Für ihren Beitrag zur intelligenten Straßenbeleuchtung errangen die Schüler im Landeswettbewerb den dritten Platz in der Kategorie Umwelt.

Stadt und Stadtwerke Münster setzen auf intelligente Straßenbeleuchtung. Nach Abschluss von zwei Pilotprojekten in Wolbeck und Amelsbüren sollen nun ein Wohngebiet und eine Hauptverkehrsstraße mit Sensoren zur bedarfsgerechten Beleuchtung ausgerüstet werden.  

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