Stadt gibt Entwarnung
Gefahr durch Eichenprozessionsspinner in Münster gebannt

Münster -

Giftige Gefahr gebannt: Rund 10.000 Nester des Eichenprozessionsspinners hat die Stadt seit Pfingsten beseitigt. Doch jetzt gibt die Stadt Entwarnung.

Donnerstag, 19.07.2018, 20:00 Uhr aktualisiert: 19.07.2018, 21:44 Uhr
Das Nest eines Eichenprozessionsspinners: 10 000 Stück davon hat das Grünflächenamt in Münster seit Pfingsten auf rund 5000 Bäumen entfernen müssen, aktuell sind deswegen keine Wege und Straßen in der Stadt mehr gesperrt.
Das Nest eines Eichenprozessionsspinners: 10 000 Stück davon hat das Grünflächenamt in Münster seit Pfingsten auf rund 5000 Bäumen entfernen müssen, aktuell sind deswegen keine Wege und Straßen in der Stadt mehr gesperrt. Foto: dpa

Der Eichenprozessionsspinner hat auch in Münster vielfältig zugeschlagen. „Aktuell ist aber nichts mehr abgesperrt“, sagte eine Sprecherin auf Anfrage dieser Zeitung. Seit Pfingsten seien nach Angaben des Grünflächenamtes in der gesamten Stadt rund 10 000 Nester an rund 5000 Bäumen beseitigt worden.

Neben den Fraßschäden liegt die eigentliche Schadwirkung des Eichenprozessionsspinners in den gesundheitlichen Auswirkungen der giftigen Raupenhaare auf den Menschen. Die Haare der Raupen können beim Menschen zu Allergien führen.

Gesundheitliche Beschwerden durch den Eichenprozessionsspinner können während des gesamten Jahres entstehen, heißt es auf der Seite der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forsten (LWF). Dort wird der Eichenprozessionsspinner als Gefahr für Wald und Mensch eingestuft.

Der unscheinbare, in den Nachtstunden schwärmende Schmetterling fliegt Ende Juli bis Anfang September. Er erreicht eine Flügelspannweite von 25 Millimetern. Seine Vorderflügel sind grau mit schwach ausgeprägten dunklen Querlinien, die Hinterflügel sind weißgrau.

Ein Eichenprozessionsspinner-Weibchen legt laut LWF im Mittel 150 etwa einen Millimeter große weiße Eier ausschließlich im oberen Kronenbereich von Eichen. Diese werden an dünnen, ein- bis zwei-jährigen besonnten Eichen-Zweigen in Form länglicher Platten abgelegt. Das Weibchen tarnt diese Gelege mit grauen Afterschuppen und Sekret.

Bereits im Herbst entwickelt sich der Embryo, die fertige Jungraupe überwintert im Ei. Anfang Mai schlüpfen die für den Menschen gefährlichen Raupen des Eichenprozessionsspinners. Sie durchlaufen bis zur Verpuppung fünf bis sechs Entwicklungsstadien. Auf der breiten dunklen Rückenlinie liegen samtartig behaarte Felder mit rotbraunen, langbehaarten Warzen. Die Raupen fressen die austreibenden Blätter der Eichen, wobei oft die Mittelrippe zurückbleibt.

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