So., 22.07.2018

«NordrandFest» an der Rudolf-Diesel-Straße Punk, Bücher und vegane Spezialitäten

«NordrandFest» an der Rudolf-Diesel-Straße: Punk, Bücher und vegane Spezialitäten

Foto: Maximilian von den Benken

Münster - 

Auch Gewerbegebiete können überraschen: Am nördlichen Rand Münsters an der Rudolf-Diesel-Straße verbergen sich hinter Autohäusern und Firmen alternative Kollektive, Verlage und kreative Köpfe. Am Samstagnachmittag und -abend luden sie zusammen zum ersten «NordrandFest» mit viel Musik und buntem Infoprogramm.

Von Maximilian von den Benken

Seinen 15. Geburtstag wollte der vegane Onlineshop „roots of compassion“ feiern. Kurzerhand schloss er sich mit den Nachbarn vom im September eröffneten Kulturquartier Münster, dem Verlagskollektiv „edition assemblage“ und dem Musikverlag „Green Hell“ zusammen. So entstand das „NordrandFest“.

Sieben verschiedene Künstler spielten auf den beiden kleinen Bühnen vor dem Kulturquartier und im Innenhof im Wechsel und zeigten dabei große Vielfalt. So bewies sich Michael Holz alias „Kaum Jemand“, begleitet von Beatrix Pluta an der Geige, als talentierter Liedermacher am Klavier mit lebensfrohen, tagträumerischen und witzigen Texten. Das Trio „Neo C.“ zeigte „libertären Punk“ mit deutschem Gesang über Veganismus und das Aktivistenleben.

Fotostrecke: NordRandFest mit Musik und buntem Programm

Noch lauter wurde es dann als die junge Münsteraner Band „Swan Songs“ mit ihrer Mischung aus Indiepunk und Postrock, gepaart mit Hardcore-Einschlägen viele Zuschauer vor das Kulturquartier zog. Dort entstanden durch ein offenes Crowdfunding-Projekt Räume für Musiker und Kulturschaffende aller Art. Kulturquartier-Mitinitiatorin Beatrix Pluta warb für weitere Unterstützung und kündigte an: „Bisher sind wir sehr zufrieden, wenn es gut läuft, machen wir das Fest öfters.“

Auch Denise Kästner von „roots of compassion“ freute sich über die gute Premieren-Resonanz: „Wir haben ein sehr gemischtes Publikum. Und ein absolutes Highlight ist, dass viele andere Kollektive kamen, um mit uns zu feiern.“ Denn vor der Lagerhalle informierten zahlreiche Organisationen über Tierquälerei und veganes Leben und boten fairen Kaffee, Bücher und veganes Essen an. „Unser Shop hat damals im WG-Zimmer angefangen und ist dann quasi mit uns gewachsen“, blickte sie zurück. Das Fest endete schließlich abends mit Electro-Swing des DJs Sound Nomaden.



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