Citeq schafft Plattform für Münster, Hamm und die Kreise Coesfeld und Warendorf
Gemeinsames Bürgerportal

Münster -

Bürger und Unternehmen wollen die Dienstleistungen der Verwaltung heute mit wenigen Klicks über das Internet erreichen. Die Städte Münster und Hamm sowie die Kreise Coesfeld und Warendorf haben jetzt beschlossen, zur Erreichung dieses Zieles ein gemeinsames Bürgerportal zu schaffen. Den Betrieb dieser Plattform übernimmt Münsters kommunaler IT-Dienstleister Citeq, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Münster.

Sonntag, 22.07.2018, 20:00 Uhr
Münsters kommunaler IT-Dienstleister citeq soll das gemeinsame Bürgerportal betreiben. 
Münsters kommunaler IT-Dienstleister citeq soll das gemeinsame Bürgerportal betreiben.  Foto: --

Im Vorfeld der anstehenden Einführung haben die E-Government-Fachleute der beteiligten Kommunen und Kreise ihre Idealvorstellungen eines Bürgerportals zusammengetragen und mit verschiedenen Lösungen am Markt abgeglichen. Nach sorgfältiger Prüfung haben jetzt die beteiligten Akteure zugestimmt, das Bürgerportal der „regio iT“ (Aachen) als Gemeinschaftsverfahren in einem eng abgestimmten Gemeinschaftsprojekt einzuführen.

„Das gemeinsam erarbeitete Konzept lässt unterschiedliche Geschwindigkeiten bei der Umsetzung der Vorhaben zu. Die Größe der Portal-Anwendergemeinschaft sorgt dabei für Zukunftssicherheit und stärkt unsere Innovationskraft“, sagt Münsters Stadtrat Wolfgang Heuer. „Die Kooperation ist für den wirtschaftlichen und effizienten Betrieb unserer Verwaltung von großer Bedeutung. So haben wir die Chance, unsere hochgesteckten Ziele in der vorgegebenen Zeit zu erreichen“, sagt Jürgen Schickhoff, Leiter des Amtes für Organisation und Informationsverarbeitung der Stadt Hamm. „Da wir ein gemeinsames Ziel ansteuern, können wir bei den komplexen Aufgaben exzellent voneinander lernen“, fügt Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau vom Kreis Coesfeld hinzu. Und Kreisdirektor Stefan Funke vom Kreis Warendorf hebt hervor, dass jetzt Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, sich einmal zu registrieren, ihre gespeicherten Daten vielfach nutzen können: „Die Anmeldung am Bürgerportal erfolgt dann automatisch in dem jeweils erforderlichen Vertrauensniveau“, sagt Funke.

Die Kommunikation mit der Verwaltung läuft über eine verschlüsselte Browsersession, sodass keine persönlichen Daten über unverschlüsselte E-Mails versendet werden. Die Bürger können nach Dienstleistungen und Ansprechpartnern in der Verwaltung suchen, Termine vereinbaren und über Formulare Anträge stellen. Um sich sicher gegenüber ihrer Verwaltung auszuweisen, können sich Nutzer am Bürgerportal anmelden. Dabei unterstützt sie der landesweit verfügbare Dienst Servicekonto.NRW, der neben der Authentisierung über Kennung und Passwort auch den Einsatz der elektronischen Identität des Personalausweises ermöglicht.   

Das E-Government Gesetz NRW soll das Online-Angebot der Verwaltungen für die Bürger und Unternehmen des Landes voranbringen. Ab 2022 kommen verbindlich geltende Anforderungen des Online-Zugangsverbesserungsgesetzes des Bundes hinzu. All das fordere die Verwaltungen erheblich, ihre Online-Angebote umfassend auszubauen, heißt es in einer Mitteilung.

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