Fr., 27.07.2018

Bezahlen mit dem Smartphone Diese Restaurants in Münster akzeptieren Google Pay

Bezahlen mit dem Smartphone: Diese Restaurants in Münster akzeptieren Google Pay

In den ersten Restaurants in Münster kann mit „Google Pay“ bezahlt werden. Foto: dpa (Symbolbild)

Münster - 

In den Restaurants von Gastronom Marcus Geßler kann man bereits mit dem digitalen Bezahldienst Google Pay mit Smartphone bezahlen. Das Ganze geht so schnell, dass man es kaum mitbekommt.

Von Björn Meyer

Seit einigen Wochen bietet Google in Deutschland den digitalen Bezahldienst Google Pay an. Einer der ersten, der in Münster auf diesen Zug aufgesprungen ist, ist Marcus Geßler, der im Bereich Alter Steinweg sowie am LWL-Museum Geschäftsführer der Restaurants Besitos, Enchilada, Aposto und des Lux ist. In allen kann man jetzt nicht nur mit Bargeld oder Karte, sondern auch mit seinem Smartphone bezahlen.

Voraussetzung: Google-Pay-App

Voraussetzung ist allerdings, dass dort die Google-Pay-App installiert ist. In dieser muss der Nutzer einmalig seine Kreditkarte hinterlegen. Beim Bezahlen wird dann mittels Near Field Communication, also Nahfeldkommunikation, einer in den meisten neuen Smartphones verbauten Technik, die hinterlegte Kreditkarte mit der entsprechenden Summe belastet. Was sich für den Unbedarften kompliziert anhört, ist in Wahrheit ein Vorgang von wenigen Augenblicken.

Bargeld verursacht Arbeit

Für Geßler ist es mehr als nur ein Werbegag, auch wenn in den ersten Wochen erst wenige Münsteraner so bezahlten. Vielmehr ist es für ihn „ein kleiner Schritt, auf einem langen Weg“, wie Geßler sagt. Mit diesem Weg beschreibt Geßler die Hoffnung, „dass wir Stück für Stück vom Bargeld wegkommen“.

Dieses nämlich sei für die Gastronomie keineswegs unproblematisch. Nicht nur, weil die Überwachung des Geldflusses so einfacher sei, sondern auch, weil Bargeld Arbeit verursache. Schließlich müsse es gezählt und zudem immer Kleingeld von der Bank bereitgelegt werden, was zusätzliche Kosten verursache. Bislang allerdings mache bargeldlose Zahlung lediglich im Weihnachtsgeschäft einen guten Teil des Umsatzes aus. Im restlichen Jahr liege der Satz eher bei zehn bis 15 Prozent des Umsatzes, so Marcus Geßler.

iPhones haben eigenes Apple-Bezahlsystem

Das geschaffene Angebot von Google Pay in den Restaurants habe derweil kaum Arbeit bedeutet. Lediglich ein Software-Update sei bei seinen Kartenlesegeräten notwendig gewesen, erzählt Geßler. Für den Kunden bringe die App wiederum den Vorteil, dass alle persönlichen Transaktionen auf einen Blick schnell einsehbar sind.

Schlau machen müssen sich Interessierte, ob ihr Smartphone die Technik unterstützt. Für iPhones etwa wird Google Pay nicht angeboten, da Apple ein eigenes Bezahlsystem etablieren möchte.



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