Integrationsprojekt Elbén feiert ersten Geburtstag
Zwei Herzen – ein Lauffeuer

Münster -

Den Food-Truck des Projektes für geflüchtete Menschen aus Syrien kennt in Münster fast jeder. Davon sind nicht nur Kaya Knust, Jamila El Hajjar und Bianca Müller überzeugt. Die drei Frauen aus dem rund 15-köpfigen Kernteam der Ehrenamtlichen freuen sich, dass Geburtstag gefeiert werden kann.

Freitag, 27.07.2018, 19:00 Uhr
Ein Teil des Teams Elbén - am Freitag hat das Projekt für geflüchtete Menschen aus Syrien den ersten Geburtstag gefeiert.
Ein Teil des Teams Elbén - am Freitag hat das Projekt für geflüchtete Menschen aus Syrien den ersten Geburtstag gefeiert. Foto: Erhard Kurlemann

Gut ein Jahr gibt es das Bistro an der Scharnhorststraße 25. „Unser Angebot ist ein Lauffeuer geworden“, sagt Kaya Knust.

Rückblick: Bei der Eröffnung vor einem Jahr waren mehrere hundert Gäste da. „Damit hatten wir niemals gerechnet“, erinnert sich Bianca Müller – und verweist auf das „Chaos“, das erst durch eine große Kraftanstrengung bis zur Eröffnung beseitigt werden konnte.

Menschen nehmen, wie sie sind

In dem Projekt, initiiert durch Nedal Georges, das Kulturen verbinden will, machen Studenten aus Münster mit syrischen Flüchtlingen gemeinsame Sache. „Das ist unser Anliegen“, betont Kaya Knust. „Es geht darum, die Menschen so zu nehmen wie sie sind.“

Viel Stamm- und wenig Laufkundschaft

Dabei gehe es nicht in erster Linie um die aktuelle Situation in Syrien, sondern darum, „Leben zu lernen“, egal, welche Menschen das Bistro besuchen. „Wir haben keine Laufkundschaft“, hebt Jamila El Hajjar hervor, dass die Lage des Bistros nicht „wirklich zen­tral“ sei.

„Viele Menschen kommen gezielt hier her, auch, weil sie das Projekt cool finden.“ Das ehrenamtliche Team unterstützt 15 angestellte Menschen aus Syrien, in Deutschland Fuß zu fassen.

Danke sagen zum Geburtstag

Bei dem Geburtstagsfest ging es darum, danke zu sagen - an alle Leute, die dazu beigetragen haben, dass das Projekt jetzt läuft. Kaya Knust nennt ein Beispiel: „Da waren mal ältere Menschen da, die skeptisch hinterfragt haben, was denn hier so läuft.“ Sie hätten schnell gemerkt, dass das ganz normale Leute sind, die nur eine andere Sprache sprechen.“ Die seien heute genauso Stammgäste, wie viele andere auch.

Zwei Herzen in einer Brust

„Wir haben eine nette Kundschaft, die vieles verzeiht“, sieht Kaya Knust eine gute Basis. „Wir sind schließlich keine Profis. Jeder bringt das ein, was er kann.“ Zur Geburtstagsparty gehört Musik. Die Band „Joschka Brings“ spielte live auf. Später sorgte ein DJ für Stimmung. „Das Fest ist für uns alle eine Herzenssache“ – elbén bedeutet zwei Herzen.

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