Nach Badeunfall in Gelmer
25-Jähriger starb nach Sprung in den Kanal

Münster -

Die Badesaison im ungewöhnlich heißen Sommer hat in Münster ein erstes Todesopfer gefordert. Ein 25-jähriger Mann, der am Freitagabend vom obersten Teil des Bogens der Hessenwegbrücke in den Kanal gesprungen war, ist am Wochenende in den Uni-Kliniken seinen schweren Verletzungen erlegen. Das bestätigte auf Anfrage eine Polizei-Sprecherin.

Sonntag, 29.07.2018, 18:56 Uhr aktualisiert: 29.07.2018, 22:42 Uhr
Nach Badeunfall in Gelmer: 25-Jähriger starb nach Sprung in den Kanal

Mehrere Anrufer hatten am Freitag kurz nach 20 Uhr den Feuerwehr-Notruf gewählt. Sie berichteten von einem jungen Mann, der auch fünf Minuten nach dem Sprung in den Dortmund-Ems-Kanal noch nicht wieder aufgetaucht war.

Die Feuerwehr setzte die eigene Tauchergruppe in Bewegung und alarmierte auch die Froschmänner-Staffel der DLRG. Weil die vielen Badegäste laut Feuerwehr eine sehr gute Ortsbeschreibung geben konnten, war die Unfallstelle für die zuerst eintreffenden Helfer schnell und exakt zu markieren.

Zwei Taucher fanden die vermisste Person dann auch ziemlich schnell auf dem Boden des Kanals und brachten den Mann an Land. Zwei Notärzte kämpften um das Leben des 25-Jährigen, nach der Reanimation wurde der Mann in die Uni-Klinik eingeliefert. Trotzdem blieben alle ärztlichen Bemühungen am Ende ohne Erfolg.

Ähnlicher Einsatz wenige Tage vorher

Feuerwehr und Löschzug Gelmer waren gemeinsam mit der DLRG unter der Leitung von Brandamtsrat Romanus Kampert im Einsatz. Während der Rettungsaktion war der Hessenweg in Gelmer im Bereich der Brücke komplett gesperrt. Auch die Wasserschutzpolizei war vor Ort und sperrte die Schifffahrt, damit die Taucher ohne Gefährdung arbeiten konnten.

Bereits Anfang der Woche gab es in Münster einen ähnlichen Einsatz. Kurz nach Mitternacht am Dienstag hatten sich Zeugen bei der Feuerwehr gemeldet und von einem Mann berichtet, der ebenfalls vom oberen Bogen der Kanalbrücke am Albersloher Weg in den Kanal gesprungen und nicht wieder aufgetaucht war.

Eine groß angelegte Suche mit Sonarboot und Tauchern blieb ohne Erfolg. Die Polizei geht davon aus, dass der Brückenspringer in der Dunkelheit unerkannt irgendwo ans Ufer geklettert ist.

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