Di., 31.07.2018

Wetter-Bilanz für Münster So heiß und trocken war der Juli selten zuvor

Wetter-Bilanz für Münster: So heiß und trocken war der Juli selten zuvor

Bei der anhaltenden Hitze ist der Wasserbedarf besonders hoch. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Münster - 

So heiß und trocken wie in diesem Jahr war der Juli selten zuvor. Zum heißesten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat es jedoch nicht ganz gereicht.

Von Martin Kalitschke

Mit einer Tageshöchsttemperatur von 33 Grad ging am Dienstag der Juli zu Ende. So heiß, aber auch so trocken wie in diesem Jahr war er selten zuvor.

Extrem trocken

So wurden an elf Tagen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke gemessen. Zugleich fielen nicht einmal neun Liter Regen, das ist nur ein Bruchteil der sonst in diesem Monat üblichen Niederschlagsmenge (73 Liter). Selbst in den „Jahrhundertsommern“ 1994 und 2003 war es nasser.

Drei Grad über dem Durchschnitts-Juli

Die mittlere Monatstemperatur lag im Juli bei 21,4 Grad – das sind drei Grad mehr als in einem normalen Juli. Damit hat Münster zum sechsten Mal hintereinander einen Juli erlebt, der deutlich heißer ausfiel als im langjährigen Mittel.

1994 war noch heißer

Zum heißesten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen reichte das allerdings nicht. 1994 lag die mittlere Monatstemperatur sogar bei 22 Grad.

Sonnenschein­dauer rekordverdächtig

Rekordverdächtig war im zurückliegenden Monat auch die Sonnenschein­dauer. 322 Stunden strahlte sie vom Himmel – und damit 50 Prozent mehr als sonst. Nach 2006 war der Juli 2018 der sonnenreichste der vergangenen Jahrzehnte.

Kein Wetteränderung in Sicht

Auch bis weit in den August hinein ist keine durchgreifende Wetteränderung in Sicht. Nach Einschätzung der Meteorologen werden die Temperaturen weiter um die 30-Grad-Grenze pendeln, ergiebige Regengüsse sind nicht in Sicht. Damit hat der Sommer 2018 das Zeug zu einem Jahrhundertsommer – unter dem allerdings zunehmend die Natur leidet.

So dauert die Trockenheit mittlerweile seit Monaten an. Seit Februar fiel in Münster weniger Regen als üblich – insgesamt unter 200 Liter. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr kamen in Münster zwischen Februar und Juli mehr als 300 Liter Regen vom Himmel, 2016 sogar mehr als 400 Liter. Entsprechend niedrig sind inzwischen die Flusspegel. Die Roxeler Aa führt aktuell nur noch fünf Zentimeter Wasser, die Werse weniger als 40 Zentimeter, und die Angel ist unter die 60-Zentimeter-Marke gefallen. Den gleichen Wasserstand weist aktuell die Ems auf.

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