Probleme nach Bauarbeiten
Störung an Bahnübergang: Schranke bleibt unten

Münster -

(Aktualisiert: 15.42 Uhr) Ein knappes halbes Jahr fuhr die Baumbergebahn nicht mehr. Der Grund: geplante Bauarbeiten. Seit Mittwoch soll die Bahn wieder rollen - doch technische Probleme verhindern dies. So auch am Donnerstagmorgen, die Schranken an der Weseler Straße verweigerten ihren Dienst.

Donnerstag, 02.08.2018, 10:07 Uhr aktualisiert: 02.08.2018, 15:42 Uhr
Probleme nach Bauarbeiten: Störung an Bahnübergang: Schranke bleibt unten
Kein Durchkommen am Donnerstagmorgen: Die Schranken gingen nicht mehr hoch. Foto: Linda Overhoff

Zwischen Mitte Februar und 1. August ruhte der Zugverkehr auf dem Streckenabschnitt bei Münster-Mecklenbeck . Die Arbeiten an einer Bahn-Großbaustelle an der Heroldstraße hatten diese Maßnahme erforderlich gemacht. Als am Mittwoch (1. August) der Zugverkehr wieder anrollen sollte, stellten sich jedoch erste Probleme ein. Der Bahnbetrieb wurde durch Störungen in der Signaltechnik zunächst ausgebremst, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärte.

Am Donnerstagmorgen sorgten dann neue Probleme für massive Verkehrsbehinderungen: Gegen etwa 8.45 Uhr blieben die Schranken am Bahnübergang an der Weseler Straße im münsterischen Stadtteil Mecklenbeck unten. Bis etwa 10.15 wurde der Verkehr lahmgelegt. Riesige Staus auf beiden Seiten der Schranken waren die Folge. Auch am Nachmittag funktionierte die Schranke noch nicht einwandfrei - gegen 14 Uhr beispielsweise trat nochmals eine rund halbstündige Störung auf.

Störanfälliger Bahnübergang

Ein Techniker der Deutschen Bahn, der eigens aus Coesfeld anrückte, sorgte manuell dafür, dass die Schranken wieder hochfuhren. Polizei und Bundespolizei – zeitweise waren neun Beamte vor Ort – sicherten beim Durchfahren der Züge den Bahnübergang, bis die Störung wieder behoben werden konnte.

Wie der Sprecher der Deutschen Bahn erläuterte, sollen derartige Probleme öfter auftreten, wenn Bahnanlagen für längere Zeit außer Betrieb waren. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass der betagte Bahnübergang an der Weseler Straße störanfällig ist.

Ähnliche Vorfälle hatte es am Übergang schon häufiger gegeben, unter anderem im März 2016 und im März diesen Jahres. Das hatte die SPD in der Bezirksvertretung Münster-West – wie berichtet – bereits dazu veranlasst, eine Erneuerung des Übergangs zu fordern. Doch damit stieß man bei der DB Netz AG auf taube Ohren.

Der Bahnübergang der Bauform „Lo 57“ an der Weseler Straße wurde im Jahr 1971 in Betrieb genommen. Da es sich um eine Altanlage mit Bestandsschutz handelt, darf sie nicht umgebaut und nur durch einen Neubau ersetzt werden. Der ist bei der DB Netz AG bislang allerdings nicht vorgesehen.

 

 

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Spontane Nachtarbeit an der Heroldstraße

An der Großbaustelle Heroldstraße in Mecklenbeck kann der Beton tagsüber bei Temperaturen von 35 Grad nicht verarbeitet werden. Darum muss immer wieder einmal die Arbeit spontan in die späten Abendstunden verlegt werden, schreibt die stadt Münster in einer Pressemitteilung.

"Das tut uns sehr leid für die Anlieger", sagt Bauleiter Jürgen Teigelmeister vom Tiefbauamt. Er möchte den Mecklenbeckern kurzfristig einen Hinweis geben, damit sie sich auf die Situation einstellen können. "Wenn wir die Unruhe schon nicht vermeiden können,  werden sie zumindest nicht von den nächtlichen Arbeiten überrascht."

Wer möchte, kann sich in einen Verteiler aufnehmen lassen, mit dem die Bauleitung - auch wenn es sich um Arbeiten der DB für den Bahnhaltepunkt handelt  - ganz schnell Bescheid geben kann. Mit einer kurzen Mail an die Adresse heroldstrasse@stadt-muenster.de und als Betreff: "Heroldstraße – Aufnahme Infoverteiler" ist man dabei. Und wenn die Bahnunterführung an der Heroldstraße fertig ist, wird der Verteiler wieder gelöscht.

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