Netzreaktionen zu Bus- und Bahnpreisen für Pendler
„Der ÖPNV ist nicht attraktiv genug“

Münster -

Sind Busse und Bahnen für Berufspendler zu teuer? Nach einer entsprechenden Kritik des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) wird über diese Frage bei Facebook heftig diskutiert.

Donnerstag, 02.08.2018, 17:30 Uhr aktualisiert: 02.08.2018, 19:46 Uhr
Netzreaktionen zu Bus- und Bahnpreisen für Pendler: „Der ÖPNV ist nicht attraktiv genug“
Regionalbusse und -Bahnen könnten für Berufspendler viel attraktiver sein, wären sie nicht so teuer. Dies kritisiert der Verkehrsclub Deutschland. Foto: Matthias Ahlke

Die Kritik des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) daran, dass Busse und Bahnen für Berufspendler aus dem Münsterland sehr teuer sind, hat auf der Facebook-Seite unserer Zeitung ein riesiges Echo ausgelöst. Hier einige Stimmen:

►  Annik Sprengart: „Ich nutze überwiegend doch das Auto, um von Senden nach Münster zu fahren, da ich kein Vertrauen mehr in den RVM (Regionalverkehr Münsterland) habe. Busse teilweise kaputt, Fahrer fahren trotz stehender Fahrgäste mit 100 Stundenkilometer über die Autobahn.“

► Christoph Brodesser: „Das Problem sind primär nicht die Kosten, sondern die verlorene Zeit.“

► Ralf Schweers: „Busse und Bahnen sind mir einfach zu unflexibel. Mit dem Auto fahre ich, wann und wohin ich will.“

► Juri Wenner: „Von Ascheberg nach Mecklenbeck sind es circa 20 Minuten. Mit den Öffentlichen fahre ich eine Stunde.“

► Reiner Stubenazy: „Ich weiß nicht, wo das Märchen herkommt, dass das Auto billiger ist. Da darf man nicht nur die Spritkosten rechnen.“

► Sebastian Stachorra: „Im Stadtgebiet selbst ist das schnellste Verkehrsmittel nach wie vor das Rad.“

► Paul Widder: „Ob das Auto billiger oder teurer ist, ist zweitrangig. Sondern den Leuten muss die erbrachte Leistung des ÖPNV den Preis wert sein. Und das ist er zur Zeit scheinbar nicht.“

► Lena Laumann: „ Es bringt nichts, wenn Personen, die mit dem eigenen Fahrzeug nur 20 Minuten zur Arbeit brauchen, mit dem Bus dann fast 1,5 Stunden fahren.“

► Mona Sokira: „Ich fahr trotz des Studenten-Tickets meist mit dem Auto. Der Bus von Altenberge nach Münster fährt selten, und dann kommt er ständig zu spät oder sogar gar nicht.“

► Malte Oppermann: „In der Tat ist Busfahren immer teurer geworden. Während der Preis für das Parken übrigens konstant blieb. Finde ich eine vollkommen falsche Entwicklung.“

► Michael Mühlmann: „Ich denke, wenn das Busfahren etwas komfortabler und schneller wäre, würden die Leute gern dafür zahlen. Aber leider wird in Münster viel zu wenig getan, um den ÖPNV attraktiver zu machen (Stichwort: neue Kanalbrücken zu eng für eine Busspur).“

► Heike Keller: „Ich würde sehr gerne mit den Öffentlichen fahren, aber die ganze Strecke von Warendorf nach Münster ist sehr teuer, und einen stadtnahen Park-and-Ride-Platz gibt es leider nicht.“

► Nele Piochowiak: „Mittlerweile bekommt man für zehn Euro Flüge nach Mallorca, wobei man dasselbe für eine zwölfminütige Fahrt im Zug ausgibt.“

► Frank Drebin: „Wenn man die Wahl hat, im ÖPNV zwei Stunden pro Tag zu pendeln bei mäßigem Komfort, fehlender Flexibilität und hohem Ausfall- und Verzögerungsrisiko oder im Individualverkehr eine Stunde pro Tag ohne all diese Dinge, dann liegt die Entscheidung nahe.“

► Alexandra Kerschbaum: „Die nächstgelegene Bushaltestelle ist bei mir die Linie 17, die fährt unter der Woche echt bescheiden, und der letzte Bus nach Hause fährt um 18.48 Uhr. Am Wochenende fährt der Bus gar nicht, also bleibt nichts über als Auto.“

► Sandro Heymer: „Was mir in der Rechnung fehlt, ist der volkswirtschaftliche und ökologische Schaden, welcher durch den Autoverkehr entsteht.“

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