Aasee-Terrassen
Shisha-Verbot wirkt: Bislang keine Platzverweise

Münster -

Seit einer Woche gilt an den Aasee-Terrassen ein Shisha-Rauchverbot. Nach Einschätzung des Ordnungsamtes zeigt die Maßnahme Wirkung.

Samstag, 04.08.2018, 11:00 Uhr
Seit einer Woche gilt an den Aasee-Terrassen ein Shisha-Rauchverbot.
Seit einer Woche gilt an den Aasee-Terrassen ein Shisha-Rauchverbot. Foto: kal

Das Shisha-Verbot an den Aasee-Terrassen zeigt Wirkung. „Wir haben bislang keinen einzigen Platzverweis aussprechen müssen“, sagt Martin Schulze-Werner, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, das seit Verhängung des Verbots vor einer Woche mit Pa­trouillen vor Ort ist. Seit der Verfügung sei es an den Aasee-Terrassen „auffällig ruhig“.

Schulze-Werner vermutet, dass die Nachricht vom Verbot die Shisha-Raucher unter anderem in den sozialen Netzwerken erreicht hat. Dennoch: „Wir werden auch weiter vor Ort sein“, betont er. Das Shisha-Verbot war erlassen worden, nachdem sich Anlieger über Lärm und andere Belästigungen beschwert hatten. Zudem hatte die Shisha-Kohle auf den Aasee-Terrassen für deutlich sichtbare Schäden gesorgt.

Auf ein anderes Verbot will die Stadt Münster jedoch – anders als Kommunen wie Ahlen oder Beckum – erst einmal verzichten. Dort ist wegen der anhaltenden Trockenheit das Grillen in städtischen Park- und Grünanlagen untersagt worden. So soll die Brandgefahr eingedämmt werden. „In Münster setzen wir beim Grillen einfach auf den gesunden Menschenverstand“, betonte am Freitag eine Sprecherin der Stadt.


Kommentar

Klare Kante - schnelle Wirkung

Die Entscheidung der Stadt, das Shisha-Rauchen an den Aasee-Terrassen zu verbieten, erfolgte nicht nach unendlichen Diskussionen, die irgendwann an die Öffentlichkeit dringen und im schlimmsten Fall ergebnislos verpuffen. Sie wurde in der vergangenen Woche für Beobachter völlig überraschend bekannt gegeben, danach wurden umgehend Patrouillen an den Aasee geschickt. Der entschlossene Schritt zeigt postwendend Wirkung, es herrscht wieder Ruhe an den Aasee-Terrassen, die Shisha-Raucher sind verschwunden. Keine Frage: Der Überraschungscoup des Ordnungsamtes ist gelungen.

Der schnelle Erfolg sollte indes niemanden zur Einschätzung verleiten, dass das Problem endgültig gelöst ist. Nur wenn der Kon­trolldruck vor Ort fortgesetzt wird, werden die Shisha-Raucher diesen öffentlichen Raum nicht erneut in Besitz nehmen.

Vermutlich werden sie sich neue Orte suchen, sie haben sich schließlich nicht in Luft aufgelöst. Kommt es auch dort zu Konflikten, muss die Stadt genauso schnell reagieren wie jetzt am Aasee.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5951995?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker