Die Ukrainische griechisch-katholische Kirche
Erst Gottesdienst, dann gibt’s Kaffee und Kuchen

Münster -

Alles begann an Weihnachten. Sören Runkel traf an seinem damaligen Arbeitsplatz im ökumenischen Institut in Münster Familie Sharko. Runkels Ehefrau Iryna, die er während seines Studiums in Lwiw kennengelernt hatte, war kurz zuvor erst selbst aus der Ukraine nach Münster gezogen. Weil die Ukrainische griechisch-katholische Kirche den sogenannten Julianischen Kalender verwendet, fällt Heiligabend in der Ukraine auf den 6. Januar – in Münster ein gewöhnlicher Arbeitstag. „Und dann standen wir vor der Frage: Was machen wir an unserem Weihnachten? Feiern wir gemeinsam?“, erinnert sich Runkel. Zweimal pro Monat finden seitdem in Münster Gottesdienste in ukrainischer Sprache statt. Im Kapuzinerkloster kommen die Gläubigen dann zur „Göttlichen Liturgie“ zusammen, wie die Feier der Messe im byzantinischen Ritus auch genannt wird. Im Anschluss gibt es Kaffee und Kuchen für alle.

Dienstag, 07.08.2018, 18:08 Uhr
Zweimal pro Monat kommen die Gläubigen zur „Göttlichen Liturgie“, der Pfarrer Stepan Sharko vorsteht, zusammen.
Zweimal pro Monat kommen die Gläubigen zur „Göttlichen Liturgie“, der Pfarrer Stepan Sharko vorsteht, zusammen. Foto: Sören Runkel

„Katholisch und doch ganz anders“, beschreibt Mariya Sharko ihre Religion. Ihr Ehemann ist Priester für beide Riten, den römischen und den byzantinischen. Mit ihren beiden Töchtern leben sie in Altenberge, wo Stepan Sharko das Seelsorgeteam der Pfarrei St. Johannes Baptist unterstützt. Gleichzeitig ist er auch Seelsorger der ukrainischen Gemeinde. Etwa 20 bis 25 Gläubige kommen regelmäßig zu den Gottesdiensten. Eine Besonderheit der Gemeinde erklärt Sören Runkel: „Sie ist sehr jung. Zu unseren Gottesdiensten kommen primär Familien mit Kindern und Studierende. Das Durchschnittsalter liegt vielleicht bei 24 Jahren.“

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