Mi., 08.08.2018

Gewässer in kritischem Zustand Bislang in Münster kein Fischsterben erwartet

An manchen stehenden Gewässern ist die Situation schon seit einigen Tagen dramatisch.

An manchen stehenden Gewässern ist die Situation schon seit einigen Tagen dramatisch. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Den Gewässern in Münster geht es schlecht. Das ganz große Fischsterben scheint bislang allerdings ausgeblieben zu sein.

Von Arndt Zinkant

Erste Meldungen von komplett ausgetrockneten Flussbetten in Deutschland machen die Runde. Etwa die Schwarze Elster bei Senftenberg in der Lausitz sei komplett ausgetrocknet. Zappelnde, sterbende Fische überall.

Für Münster dagegen gibt es – vorerst – Entwarnung. Dass kleinere Flussarme oder Bäche bei dieser Witterung austrocknen, sei ein normales Phänomen, sagt Heiner Bruns, Leiter des Grünflächenamtes Münster. Von einem drohenden Fischsterben könne hier aber nicht gesprochen werden. Bislang jedenfalls nicht.

„Die Situation ist natürlich angespannt“, sagt Bruns. Man habe die Gewässer, die die Stadt unterhält, unter ständiger Beobachtung: 600 Kilometer fließende Gewässer und 50 stehende, wobei Rückhaltebecken nicht mitgezählt werden.

Die Gewässersituation sei für die Fische immer ungünstiger, und falls der schlimmste Fall eintrete, müsse entweder Wasser zugeleitet oder die Fische müssten aus dem Teich geholt werden. Das sei natürlich sehr aufwendig, ins­besondere das Herausholen der Fische werde meistens im Zuge von Baumaßnahmen durchgeführt.

Kleinere stehende Gewässer sind generell stark gefährdet, beispielsweise machen Teiche an der Promenade oder an der Dyckburg den Experten Sorgen. Werse und Aa führten allerdings, so Grünflächenamtsleiter Heiner Bruns, eine so große Menge Wasser mit sich, dass an komplettes Austrocknen nicht zu denken sei. Gleiches gelte für den Aasee, allen Rekord-Tiefständen zum Trotz.

Allerdings weist Bruns darauf hin, dass stellenweise Cyanobakterien im Wasser nachgewiesen wurden. Nämlich dort, wo der Wind die Blaualgen zusammentreibt und sich Schaum bildet. An solchen Stellen solle man seinen Hund nicht trinken lassen.  



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