Nicole Eisenman verzichtet auf Honorar
Eisenman-Brunnen: Initiative verkündet Paukenschlag

Münster -

2017 war der Eisenman-Brunnen eine der Attraktionen der Skulptur-Projekte. Am Donnerstag hat die Initiative, die den Brunnen dauerhaft nach Münster holen will, eine gute Nachricht verkündet: Die Künstlerin und ihre Galerie werden auf ein Honorar verzichten.

Donnerstag, 09.08.2018, 00:00 Uhr aktualisiert: 09.08.2018, 18:10 Uhr
Der von der amerikanischen Künstlerin geschaffene Brunnen an der Promenade war eine der Attraktionen der Skulptur-Projekte 2017.
Der von der amerikanischen Künstlerin geschaffene Brunnen an der Promenade war eine der Attraktionen der Skulptur-Projekte 2017. Foto: Gerhard H. Kock

Einen Paukenschlag hat am Donnerstag die Initiative „Dein Brunnen für Münster“ verkündet, die sich dafür einsetzt, dass das Kunstwerk „Sketch for a fountain“ von Nicole Eisenman dauerhaft in Münster bleibt. Die Künstlerin und ihr Galerist werden auf ein Honorar verzichten. Damit fällt der Betrag, den die Initiative zusammenbekommen muss, schlagartig deutlich niedriger aus als zunächst veranschlagt. Der Brunnen war eines der beliebtesten Kunstwerke der Skulptur-Projekte 2017.

Das Kunstwerk

Das Kunstwerk „Sketch for a fountain“ der New Yorker Künstlerin Nicole Eisenman (*1965) war eines der beliebtesten Kunstwerke der Skulptur-Projekte 2017. Der Brunnen an der Promenade zog damals pro Tag bis zu 2500 Besucher an – aber auch Vandalen, die ihn mehrmals beschädigten. Vor wenigen Tagen erhielt Eisenman einen der bedeutendsten Kunstpreise der USA, den „Flag Art Foundation Prize“. 

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300.000 Euro bereits gesammelt

Bislang war die Initiative von einem Anschaffungswert von 1,2 Millionen Euro ausgegangen. Mit dem Honorarverzicht fallen nun nur noch Materialkosten in Höhe von rund 600.000 Euro an. Zuzüglich der Kosten für den Bau des Brunnens und dessen Pflege in den kommenden Jahren liegt damit der Finanzbedarf nur noch bei rund 800.000 Euro, teilte die Initiative am Donnerstag mit. Mehr als 300.000 Euro habe sie bereits gesammelt, zahlreiche Förderanträge seien in Vorbereitung. Damit müssen bis Jahresende nur noch maximal 400.000 Euro gesammelt werden, berichtete die Initiative.

Kommentar: Das müsste zu schaffen sein

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Bronze-Figuren derzeit eingelagert

Die Mitstreiter zeigten sich optimistisch, dass es nun gelingen wird, den Brunnen dauerhaft in Münster zu halten. Aktuell sind die Bronze-Figuren eingelagert. Die drei Gips-Figuren sollen künftig durch Figuren aus einem beständigen Material ersetzt werden. Wie die Initiative betonte, geht es nun nicht mehr um den Ankauf des Kunstwerks. Vielmehr sehen sich die Mitstreiter als Auftraggeber für ein neu zu schaffendes Kunstwerk. Sie hoffen, dass es bis Mitte 2020 an seinen alten Platz zurück. Während der Skulptur-Projekte stand der Brunnen an der Promenade.

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