Fr., 10.08.2018

Schienenhaltepunkt Mecklenbeck Per Aufzug zu den Bahngleisen

Auf der Baustelle: Hedwig Liekefedt (l.) und Marianne Koch setzen sich dafür ein, dass bei der Verlegung der Heroldstraße im Bereich der Gleisunterführung (Foto) ein Aufzug installiert wird. Er soll den barrierefreien Zugang zum künftigen Schienenhaltepunkt ermöglichen.  

Auf der Baustelle: Hedwig Liekefedt (l.) und Marianne Koch setzen sich dafür ein, dass bei der Verlegung der Heroldstraße im Bereich der Gleisunterführung (Foto) ein Aufzug installiert wird. Er soll den barrierefreien Zugang zum künftigen Schienenhaltepunkt ermöglichen.   Foto: sch

Münster-Mecklenbeck - 

Die SPD möchte den Zugang zum neuen Mecklenbecker Bahnhof barrierefrei gestalten. Eine geplante Treppe soll deshalb durch einen Lift ersetzt werden.

Von Thomas Schubert

Der Zugang zum im Bau befindlichen Schienenhaltepunkt Mecklenbeck in der unmittelbaren Nachbarschaft des Stadtbezirkszentrums soll mit einem Aufzug ermöglicht werden. Dafür setzen sich die sozialdemokratischen Ratsfrauen Marianne Koch und Hedwig Liekefedt ein. Das Duo möchte mobilitätseingeschränkten Mitbürgern einen barrierefreien Weg zu den Gleisen ermöglichen.

Bislang ist geplant, dass im Zuge der Heroldstraßen-Umlegung im Bereich der Unterführung eine Treppe hinauf zu den Bahnsteigen gebaut werden soll. Doch die könnte von Rollstuhlfahrern, Gehbehinderten und weniger rüstigen Senioren, die demnächst aus dem Waldwegviertel zum neuen Schienenhaltepunkt gelangen wollen, wohl kaum genutzt werden. Stattdessen müssten sie einen Umweg zurücklegen. Mit einem Aufzug würde das vermieden, sagt Marianne Koch, Vorsitzende der Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

Treppe soll durch Aufzug ersetzt werden

Die Installation eines Aufzugs, um einen barrierefreien Zugang zu den Bahngleisen zu schaffen, sei schon vor längerer Zeit von der Kommission gefordert, dann offensichtlich aber nicht weiter berücksichtigt worden. „Irgendwie ist das auf der Strecke geblieben“, wundert sich Marianne Koch. Doch das wollen die Mecklenbecker Ratsfrau und ihre Fraktionskollegin nicht einfach so hinnehmen. Deshalb soll in der September-Sitzung des städtischen Bauausschusses beantragt werden, die bislang vorgesehene Treppe durch einen Aufzug zu ersetzten.

„Wir haben jetzt noch die Chance, das in die Wege zu leiten“, unterstreicht Hedwig Liekefedt, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. Es sei noch ausreichend Zeit vorhanden. Durch die Installation eines Aufzugs entstehe beim Bau auch keine Verzögerung. Der Lift könne problemlos in den geplanten Treppenschacht eingebaut werden. Darüber hinaus, ergänzt Marianne Koch, könne auch auf eine Abstimmung mit den Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG verzichtet werden, da das angeregte Projekt auf städtischem Terrain verwirklicht werde.

Hindernisloser Zugang zu Bahngleisen

Der geforderte Aufzug werde übrigens nicht nur behinderten Menschen den schnellen und hindernislosen Zugang zu den Bahngleisen ermöglichen. Vielmehr werde er unter anderem auch Eltern mit Kinderwagen, Radfahrern oder gesundheitlich eingeschränkten Personen zugute kommen, meint die Mecklenbecker Ratsfrau.

Dass Nutzer bei einer möglichen Betriebsstörung über längere Zeit hilflos im Aufzug feststecken könnten, glauben die Sozialdemokratinnen nicht. Der Lift könne mit der Feuerwehrzentrale verbunden werden – und die sei nun mal rund um die Uhr besetzt.



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