Fr., 10.08.2018

Fotowettbewerb in den Münster-Arkaden Die besten Schnappschüsse

Die Streetart-Künstlerin Fredda Wouters stellt noch bis Sonntag ihre 3D-Gemälde in den Münster Arkaden aus.

Die Streetart-Künstlerin Fredda Wouters stellt noch bis Sonntag ihre 3D-Gemälde in den Münster Arkaden aus. Foto: Fredda Wouters

Münster - 

Ein Mädchen ist gefangen in einem Spinnennetz, eine Riesenspinne ist bedrohlich nahe und was macht die Mutter? Sie fotografiert. Und das ist auch gut so. Denn die Gefahr ist nicht real. Die 3D-Optik täuscht. Und die Bilder sind Teil einer Ausstellung in den Arkaden. Nur durch eine Linse kommt der Effekt zur Geltung. Nur logisch, dass ein Fotowettbewerb (Einsendeschluss: 12. August 2018) nach dem besten Schnappschuss sucht.

Von Luisa Simonsen

Die Idee zu der Ausstellung kommt aus Australien, verrät Rowena Bliedtner, Marketing-Mitarbeiterin der Münster-Arkaden. In Down Under hatten Teammitglieder eine ähnliche Aktion erspäht. Gemeinsam beschlossen sie, das Konzept auf Münster zu übertragen. Im Sommer 2017 feierten die Streetart-Kunstwerke in 3D Premiere.

Zuvor hatte Bliedtner auf der Suche nach einem geeigneten Streetart-Künstler im Netz recherchiert. Gefunden hat sie Fredda Wouters aus Kevelaer. Von den Entwürfen war das Arkaden-Team begeistert. Heute sagt Bliedtner: „Die Streetart-Reihe wird nur fortgeführt, wenn Wouters auch im nächsten Jahr zur Verfügung steht.“

Für Wouters hielt die Arbeit im Einkaufszentrum besondere Herausforderungen bereit. „Das Fliesenmuster der Arkaden musste unbedingt in die Komposition miteinbezogen werden. Ohne die Anpassung an Umgebung und Lichtverhältnisse wirken die Bilder nicht“, erklärt die 32-jährige Künstlerin. Die mehrere Quadratmeter großen Bilder malte sie innerhalb von zwei Wochen. Außer dem Motto „Urlaub und Abenteuer“ wurde nichts vorgegeben.

Das Ergebnis kommt jedenfalls gut an: „Besucher aller Altersgruppen nutzen das Angebot und schmeißen sich regelrecht auf die Kunstwerke“, sagt Bliedtner im Gespräch mit unserer Zeitung. Oft beobachte sie, wie Jugendliche älteren Besuchern beim Umgang mit dem Smartphone helfen und die Wirkung der Bilder erklären. Nicht immer ist die Intention der Bilder auf Anhieb zu erkennen: Die dritte Dimension sieht man am besten von den vorgegebenen Fotopunkten mit dem Blick durch die Kamera.

Am Fotowettbewerb nehmen in diesem Jahr bislang weniger Menschen teil als im Vorjahr, bedauert Rowena Bliedtner. Die Marketing-Mitarbeiterin führt den Umstand auf die Datenschutzgrundverordnung zurück. Musste man 2017 nur ein Bild bei Facebook hochladen, ist jetzt eine Bestätigung der Teilnahmebedingungen erforderlich. Eine Hürde, die abschreckt, vermutet Bliedtner. 



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