Spur in der „kleinen“ Bahnhofstraße
Taxis blockieren „Kiss & Ride“

Münster -

Die Stadt hat auf der „kleinen“ Bahnhofstraße eine Spur eingerichtet, auf der Autos kurz halten dürfen, um Bahn-Reisende abzuholen oder wegzubringen. Doch vor allem morgens und abends wird die Spur von Taxis blockiert, die auf Kunden warten.

Dienstag, 14.08.2018, 07:00 Uhr aktualisiert: 14.08.2018, 07:59 Uhr
Ein eingeschränktes Haltverbot gilt neuerdings auf diesem Seitenstreifen in der „kleinen“ Bahnhofstraße. Hier sollen nur noch Autos stehen, die Bahn-Reisende absetzen oder abholen. Stattdessen wird die Spur vor allem abends von Taxis als Wartebereich genutzt.
Ein eingeschränktes Halteverbot gilt neuerdings auf diesem Seitenstreifen in der „kleinen“ Bahnhofstraße. Hier sollen nur noch Autos stehen, die Bahn-Reisende absetzen oder abholen. Stattdessen wird die Spur vor allem abends von Taxis als Wartebereich genutzt. Foto: kal

Gar nicht so einfach, einen Bahn-Reisenden am Hauptbahnhof mit dem Auto abzuholen oder abzusetzen. Die Kurverei zwischen Berliner Platz und Hamburger Tunnel hat sich zusätzlich verschärft, seit es auf der Ostseite des Hauptbahnhofs kaum noch Parkmöglichkeiten gibt. Dort beginnen demnächst die Arbeiten für einen neuen Gebäudekomplex.

Eine neue Regelung in der „kleinen“ Bahnhofstraße soll für Entspannung sorgen: Für den Taxi-Nachrückbereich neben der Postbank-Filiale gilt seit ein paar Wochen ein eingeschränktes Halteverbot. Das heißt: Fahrzeuge dürfen hier nur noch maximal drei Minuten halten. Zeit genug sowohl für private Fahrzeuge als auch für Taxen, kurz einen Reisenden ein- oder aussteigen zu lassen – und dann weiterzufahren.

"Anlaufschwierigkeiten"

Dies hofft jedenfalls die Stadt. Nur: Viele Taxis ignorieren einfach die neue Regelung und nutzen den Streifen weiter als Wartebereich bis zur nächsten Fahrt. Dies haben Stichproben unserer Zeitung ergeben. Vor allem morgens und nach 20 Uhr ist hier für private Pkw nur selten Platz.

Auch dem Ordnungsamt ist dies bereits aufgefallen. „Das sind Anlaufschwierigkeiten“, hofft Werner Schulik von der Straßenverkehrsabteilung des Ordnungsamtes mit Blick auf die erst kürzlich eingeführte neue Regelung.

Gleichwohl ist die Behörde bereits tätig geworden. Es habe Gespräche mit der Taxizentrale gegeben, sie wolle nun mit ihren Fahrern sprechen, sagt Schulik – „schließlich ist das keine Aufstellfläche für Taxis mehr“.

Irritation

Zudem sollen die Verkehrszeichen, die auf das eingeschränkte Halteverbot hinweisen, um Zusatzschilder erweitert werden – „diese Spur wurde bislang von vielen Hauptbahnhof-Kunden nicht so erkannt, wie wir es erhofft hatten“. Und so soll in Kürze auch „Kiss & Ride“ und „Bahnhofsvorfahrt / Bring- und Abholzone“ unter den Halteverbotsschildern stehen. Wann die hängen werden, sei noch unklar, „es handelt sich um eine Sonderanfertigung“.

Taxis, die dort weiter stehen, sollen von der Verkehrsüberwachung angesprochen und gebeten werden, ihr Fahrzeug umzusetzen. Wirkt das nicht, dann drohe ein Knöllchen, stellt Schulik klar.

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