Statistik des Landes
Die Münsteraner heiraten immer später

Münster -

Die Münsteraner heiraten immer später. Dies geht aus einer Statistik des Landes hervor. Männer und Frauen sind heute im Schnitt mehr als zwei Jahre älter als vor 18 Jahren, wenn sie sich das Ja-Wort geben.

Dienstag, 14.08.2018, 12:30 Uhr aktualisiert: 14.08.2018, 12:41 Uhr
Die Münsteraner heiraten immer später.
Die Münsteraner heiraten immer später. Foto: dpa

Die Münsteraner heiraten immer später. Männer, die im vergangenen Jahr in Münster eine Ehe eingegangen sind, waren im Schnitt 37,4 Jahre alt – Frauen immerhin 34,9 Jahre.

Damit hat sich das Durchschnittsalter bei Eheschließungen gegenüber dem Jahr 2000 um 2,5 Jahre bei den Männern und sogar um 2,9 Jahre bei den Frauen erhöht. Dies geht aus einer jetzt veröffentlichten Statistik des Landes NRW hervor.

Kaum verändert hat sich in den vergangenen 18 Jahren hingegen die absolute Zahl der Trauungen. 2017 gaben sich 1547 Männer und Frauen in Münster das Ja-Wort, 2000 waren es 1554. Annähernd 90 Prozent der Neuvermählten waren zuvor ledig, der Rest geschieden oder verwitwet.

Statistik

Ledige Männer heirateten im vergangenen Jahr im Schnitt mit 34,6 Jahren (plus 2,8 Jahre gegenüber 2002), Witwer mit 64 Jahren (plus 0,4) und Geschiedene mit 51,7 Jahren (plus 6,2 Jahre).

Das Durchschnittsalter der ledigen Frauen lag im vergangenen Jahr bei der Hochzeit bei 32,6 Jahren (plus 2,8 Jahre gegenüber 2000). Verwitwete Frauen heirateten mit durchschnittlich 63,7 Jahren (plus 15,9 Jahre) und geschiedene Frauen mit 48,3 Jahren (plus 7,5 Jahre).

Blickpunkt NRW

In Münster wird damit später geheiratet als im NRW-Schnitt. Der lag im vergangenen Jahr bei einer ersten Eheschließung bei 33,4 Jahren bei den Männern (Münster: 34,6 Jahre) und bei 31,0 Jahren bei den Frauen (Münster: 32,6). Aber auch auf Landesebene heiraten Männer und Frauen heutzutage etwa zwei Jahre später als vor 18 Jahren.

NRW-weit wurden im vergangenen Jahr 86.475 Ehen zwischen Frauen und Männern geschlossen, berichtet die statistische Stelle des Landes weiter. Bei 83,8 Prozent der Eheschließungen waren beide Partner Deutsche, bei 3,3 Prozent hatten sowohl Mann als auch Frau einen Migrationshintergrund. Gemischte Ehen wurden am häufigsten zwischen Deutschen und Türken geschlossen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5973937?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker