3000 Kubikmeter als Reserve
Grünflächenamt betreut etwa 20 Teiche in der Stadt

Münster -

3000 Kubikmeter Wasser darf die Stadt bis zum 7. September aus dem Kanal entnehmen. Dafür hat Hans-Ulrich Menke aus dem Grünflächenamt der Stadt eine Genehmigung eingeholt. 

Dienstag, 14.08.2018, 20:20 Uhr aktualisiert: 15.08.2018, 09:57 Uhr
Einer der Dyckburg-Teiche wird mit Wasser „versorgt“.
Einer der Dyckburg-Teiche wird mit Wasser „versorgt“. Foto: Lukas Speckmann

Mit dem Wasser soll bei Bedarf der Pegel in kleinen Gewässern der Stadt aus- oder angeglichen werden. „Für die Belüftung der Gewässer ist es schon hilfreich, dass die Temperaturen gesunken sind“, erläutert Menke. „Allerdings: Beim Niederschlag liegen wir noch mehrere hundert Millimeter unter dem Soll.“ Deshalb sei auch der Kanal als Wasserreservoir geeigneter als die Werse, die derzeit deutlich weniger Wasser als gewöhnlich habe.

Fischreiher wartet schon

An den Dyckburg-Teichen etwa habe die Stadt mehrere Male Wasser anliefern lassen. Etwa 50 oder 60 Weißfische seien dort verendet. „Inzwischen wartet dort schon wieder der Fischreiher. Da muss also alles in Ordnung sein“, berichtet Menke. In der Gräfte an der Engelenschanze seien teilweise Wasseralgen entfernt worden. „In Absprache mit den Stadtwerken haben wir dort auch Trinkwasser aus dem Hydranten vor dem Lackmuseum zugeführt.“ Ausnahmsweise, betont Menke. „Dort wären wir mit schweren Lkw nicht hingekommen“. Zudem müsse der Aufwand insgesamt finanziell vertretbar sein.

"Alle Arbeiten erledigt"

Um den Hiltruper See kümmerten sich die Stadtwerke, die den See bei Bedarf mit Kanalwasser anreicherten. „Und die Flachgewässer in der Gelmerheide etwa fallen auch in anderen Sommern trocken. Da hat sich die Natur bereits angepasst“, sagt Menke. „Aktuell sind alle Arbeiten erledigt“, ergänzt Ulrich Kleine-Bösing, der im Grünflächenamt für die Koordination der Maßnahmen zuständig ist. Um „maximal 20“ Teiche kümmere sich die Stadt. Erste Konsequenz: „Wir kontrollieren die Teiche derzeit zwei Mal wöchentlich, statt bisher einmal.“ Am alten Zoo etwa sei ein Zulauf in den Teichen verstopft gewesen. „Jetzt kann das Wasser wieder in andere Teiche fließen“, erläutert Kleine-Bösing.

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