Begegnungsstätte Altes Backhaus im Kreuzviertel
„Begegnung ist unser Anliegen“

Münster -

Andrea Milz ist Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt. Sie hat sich am Mittwoch über die Arbeit im Alten Backhaus informiert. Dort wird alles ehrenamtlich organisiert.

Donnerstag, 16.08.2018, 07:00 Uhr aktualisiert: 16.08.2018, 16:00 Uhr
Hans Kurth aus dem großen Ehrenamtsteam erläutert Staatssekretärin Andrea Milz das Modell des angestrebten Erweiterungsbaues des Alten Backhauses im Kreuzviertel.
Hans Kurth aus dem großen Ehrenamtsteam erläutert Staatssekretärin Andrea Milz das Modell des angestrebten Erweiterungsbaues des Alten Backhauses im Kreuzviertel. Foto: Erhard Kurlemann

„Was war denn hier früher drin?“ – Andrea Milz setzt sich und guckt in die Runde. „Eine Bäckerei natürlich“ erfährt sie aus vielen Mündern gleichzeitig. Klar: Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt hat am Mittwoch das Alte Backhaus im Kreuzviertel besucht.

Noch ehe Geschäftsführerin Brita Kurth die Arbeit im Hause vorstellen kann, übergibt die Frau aus Düsseldorf ihr Handy an Wolfgang Wagner. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins soll ein Foto machen.

„Begegnung ist unser eigentliches Anliegen“, beschreibt Brita Kurth die Hauptziele der Begegnungsstätte für Senioren, die im vergangenen Juli 30 Jahre alt geworden ist. Gut 40 entgeltfreie Kurse werden angeboten, rund 350 Menschen um die 60 und viel älter aus dem Viertel, aus der ganzen Stadt, aber auch aus Dülmen oder Havixbeck kommen in der Woche. Etwa 80 ehrenamtliche Mitarbeiter hat die Begegnungs- und Bildungsstätte. „Wir organisieren das gesamte Haus auf ehrenamtlicher Basis“, erfährt die Staatssekretärin. Für viele ältere Menschen sei das Haus mit seinen Angeboten fast schon zu einer Art Heimat geworden.

Andrea Milz greift den Ball auf. „Gerade hat das Heimatministerium ein Programm aufgelegt, das besondere Projekte zu Heimat fördert“, gibt sie Tipps, finanzielle Unterstützung für die Arbeit zu erfahren.

Das Ehrenamt sei eine wichtige Aufgabe in der Gesellschaft. Es lohne sich, sich zu engagieren, da es „auch etwas zurückgibt“ – etwa Kontakte, Verbindungen oder Austausch. Sie als Staatssekretärin habe jetzt Ehrenamtsbusse eingesetzt. „Wir wollen vor Ort erfahren, wie Ehrenamt funktioniert und so ein Gespür für das Ehrenamt in NRW bekommen“, erläutert sie das Projekt. Ziel sei, herauszufinden, wie Rahmenbedingungen für das Ehrenamt verbessert werden könnten.

Brita Kurth hebt hervor, dass das Angebot im Alten Backhaus aus Platzgründen nicht erweitert werden könne. Das schränke die Selbstständigkeit erheblich ein. Die Staatssekretärin will auch dazu auf Fördermöglichkeiten verweisen. „Wir haben das Modell schon fertig“, ruft Hans Kurth erfreut. Er arbeitet im großen Backhaus-Team mit und stellt das Modell vor. Andrea Milz hört interessiert zu. „Das klingt ja toll“, lobt sie und verweist auf den Engagement-Preis, der jährlich ausgelobt werde. „Die Stimmung hier ist ja blendend“, sagt sie in die Runde und startet zu einer Besichtigung des Hauses. „Es war toll bei Ihnen“.

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