Bedrohte Leoparden
Allwetterzoo und WWF wollen Europas letzte Raubkatzen retten

Münster -

Nur noch 800 bis 1000 Persische Leoparden gibt es in freier Wildbahn. Die letzten 65 Tiere in Europa leben im Kaukasus. Um die bedrohte größte Raubkatze Europas zu erhalten, haben der Allwetterzoo und die Naturschutzorganisation WWF ein ehrgeiziges Projekt gestartet.

Freitag, 24.08.2018, 10:00 Uhr aktualisiert: 24.08.2018, 14:33 Uhr
Leopardin Bara im Allwetterzoo hat bislang noch nicht den erhofften Zuchterfolg gebracht. Um Unterstützung durch die Bevölkerung im Rahmen eines Hilfsprogramms für bedrohte Leoparden werben Zoodirektor Dr. Thomas Wilms und Roland Gramling.
Leopardin Bara im Allwetterzoo hat bislang noch nicht den erhofften Zuchterfolg gebracht. Um Unterstützung durch die Bevölkerung im Rahmen eines Hilfsprogramms für bedrohte Leoparden werben Zoodirektor Dr. Thomas Wilms und Roland Gramling. Foto: Allwetterzoo Münster

 Majestätisch schreitet die Leopardin im Zoo Richtung Panzerglasscheibe. Wegen ihres markant gefleckten Fells wird die größte europäische Großkatze in der Natur häufig immer noch Opfer von Wilderern. Nur noch 800 bis 1000 persische Leoparden gibt es in freier Wildbahn, knapp 65 davon im Kaukasus.

Zum Schutz der seltenen Wildkatzen starten der Allwetterzoo Münster und die Naturschutzorganisation WWF mit dem Team „Leopard Münster“ nun eine neue Artenschutzoffensive. „Das Bündnis hilft der größten europäischen Katzenart sowohl im Zoo als auch in freier Wildbahn“, erklärte Zoodirektor Dr. Thomas Wilms am Donnerstag bei der Vorstellung der Kooperation.

Gehege vergangenes Jahr erweitert

Durch diese soll die Überlebenschance der bedrohten Großkatzen im Kaukasus erhöht werden, wo der WWF seit Jahren an Schutzprojekten arbeitet, Wildhüter ausbildet und beim Aufbau von Schutzgebieten und Wildkorridoren hilft, erklärt Aurel Heidelberg, Kaukasus-Referent beim WWF-Deutschland. Den Kaukasus im äußersten Südosten des europäischen Kontinents bezeichnet WWF-Pressesprecher Roland Gramling als „Ökoregion XXL“ – mit Hochgebirgen, artenreichen Wäldern und Steppen.

Impressionen aus der Tierwelt im Allwetterzoo Münster

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  • Impressionen aus der Tierwelt im Allwetterzoo Münster Foto: Matthias Ahlke
  • Impressionen aus der Tierwelt im Allwetterzoo Münster Foto: Matthias Ahlke
  • Impressionen aus der Tierwelt im Allwetterzoo Münster Foto: Matthias Ahlke
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  • Impressionen aus der Tierwelt im Allwetterzoo Münster Foto: Matthias Ahlke
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  • Impressionen aus der Tierwelt im Allwetterzoo Münster Foto: Matthias Ahlke
  • Impressionen aus der Tierwelt im Allwetterzoo Münster Foto: Matthias Ahlke
  • Impressionen aus der Tierwelt im Allwetterzoo Münster Foto: Matthias Ahlke
  • Impressionen aus der Tierwelt im Allwetterzoo Münster Foto: Matthias Ahlke

Der münsterische Zoo, in dem laut Wilms bereits 1959 eine Nachzüchtung von Leoparden gelungen sei, will im Rahmen des europäischen Artenschutzprogramms in Münster Nachwuchs für eine etwaige Auswilderung ziehen. Mit der Erweiterung des Geheges im vergangenen Jahr seien bereits wichtige Voraussetzungen geschaffen worden.

Unterstützer in der Bevölkerung gesucht

Leider bescherte das Leopardenpaar „Bara“ und „Jahrom“ bislang nicht den erwünschten Nachwuchs. Dies soll nun ein anderes Leopardenpaar ermöglichen. Wilms: „Wir rechnen in Kürze damit, ein Paar mit Zuchtempfehlung von einem anderen Zoo zu bekommen.“ Ziel sei es, „einen Beitrag zu einer gesunden, größeren und genetisch stabilen Population zu leisten.“

Für die passende Wohlfühl-Atmosphäre benötigten die Leoparden weitere Klettermöglichkeiten und Ruhezonen für die Nachwuchspflege.

Allwetterzoo und WWF suchen für ihre ehrgeizigen Ziele für die Leoparden im Kaukasus und auch im Zoo viele Unterstützer in der Bevölkerung: über eine Art Paten- und Mitgliedschaft im „Team Leopard Münster“. Die ist bereits mit einem finanziellen Beitrag von neun Euro monatlich möglich.  

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