Dieter Kemmerling lobt Minister Spahns Vorstoß
„Organspende muss zur Normalität werden“

Münster -

Der Ex-Bassist der Dandys und Mitbegründer der münsterischen Initiative „No Panic for Organic“, Dieter Kemmerling, begrüßt den Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn zur Neuregelung im Organspendeverfahren.

Montag, 03.09.2018, 19:37 Uhr aktualisiert: 03.09.2018, 20:38 Uhr
Dieter Kemmerling begrüßt den Vorstoß von Jens Spahn zur Organspende
Dieter Kemmerling begrüßt den Vorstoß von Jens Spahn zur Organspende Foto: kal

Spahn hatte sich am Wochenende für die sogenannte doppelte Widerspruchslösung ausgesprochen. Zukünftig wäre somit jeder Deutsche automatisch Spender, es sei denn er oder seine Angehörigen widersprechen einer Spende ausdrücklich.

Für die Widerspruchslösung kämpfen wir als Initiative schon seit Jahren.

Dieter Kemmerling

„Für die Widerspruchslösung kämpfen wir als Initiative schon seit Jahren“, sagt Kemmerling. Er müsse den Vorstoß des Gesundheitsministers jedoch loben: Spahn traue sich als Erster das Thema auf die Agenda zu setzen. Nun könne man öffentlich darüber diskutieren und somit ein Umdenken in der Bevölkerung bewirken. „Organspende muss endlich zur Normalität werden“, fordert der Musiker. Das plötzliche Umdenken in der Politik sieht Kemmerling als Resultat des öffentlichen Drucks: „Pro Tag sterben drei bis vier Menschen, die auf einer der Wartelisten für eine Organspende stehen“, so Kemmerling. Bei den katastrophalen Zahlen sei das jetzige Verfahren nicht mehr haltbar.

Kemmerling selbst war 2001 auf eine Lebertransplantation angewiesen und gründete daraufhin 2005 mit anderen Musikern aus Münster die Initiative „No Panic for Organic“, die sich seitdem um eine positive Debatte rund um Organspende bemüht.  

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