Fr., 07.09.2018

Diebstahl 68 Fahrradschlösser unter dem Bett

Diebstahl: 68 Fahrradschlösser unter dem Bett

Unter dem Bett eines Obdachlosen in Münster lagen 68 Fahrradschlösser. Foto: Polizei Müjnster

Münster - 

Die Polizei in Münster hat möglicherweise einen notorischen Fahrraddieb geschnappt. Schon bei der Festnahme hatte der 42-Jährige ein gestohlenes Rad dabei. Doch die große Überraschung schlummerte unter seinem Bett.

Von Jan Hullmann

Die Polizei Münster hat möglicherweise einen Serientäter geschnappt. Ein bereits im Juni festgenommener Mann steht im Verdacht, etliche Fahrräder geklaut zu haben. 

Polizisten nahmen den 42-jährigen mutmaßlichen Dieb bereits am 12. Juni fest, da das Amtsgericht Münster einen Haftbefehl wegen Betruges gegen den Münsteraner erlassen hatte. Bei seiner Festnahme hatte er ein gestohlenes Fahrrad dabei. Ermittlungen ergaben zudem, dass der 42-jährige Obdachlose schon mehrfach wegen Diebstahlsdelikten aufgefallen ist, dazu zählten auch mehrere Fahrraddiebstähle.

Doch es kam noch schlechter für den 42-Jährigen: Anfang August entdeckte ein Mitarbeiter einer Obdachlosenunterkunft Verdächtiges in dem Zimmer des 42-Jährigen. Unter dem Bett lagen 68 Fahrradschlösser.

Fotostrecke: Fünf Tipps gegen Fahrraddiebstahl

Polizei bittet um Hinweise

Die herbeigerufene Polizei stellte die Schlösser sicher. Zu welchen Fahrrädern sie gehören, ist noch unklar. Daher wenden sich die Ermittler jetzt an die Öffentlichkeit. Einige Bilder markanter Schlösser haben sie auf der Internetseite der Polizei Münster unter der Rubrik „sichergestellte Fahrräder” veröffentlicht - in der Hoffnung, dass mögliche Opfer ihre Schlösser wiedererkennen.

Hinweise

Ein Schloss könnte Ihnen gehören und Sie haben vielleicht sogar noch den Schlüssel? Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0251-2750 entgegen.

Münster gilt als Hochburg der Fahrraddiebe. Ein Drittel der Diebstahlsdelikte im vergangenen Jahr waren Fahrraddiebstähle. Die Polizei zählte 4466 Fälle, 2016 waren es noch 871 mehr. Die Aufklärungsquote ist dabei eher gering. 2017 lag sie bei sechs Prozent, 210 Tatverdächtige wurden ermittelt. Dabei wurden auch einige Tatserien aufgeklärt: So gingen auf das Konto von drei Jugendlichen elf Fahrraddiebstähle, ein Ehepaar aus Rheine transportierte zwölf Räder ab und bei einem Mann wurden Fahrräder und Fahrradteile gefunden, die 26 Taten zugeordnet werden konnten.

Fotostrecke: Münsters Fahrrad-ABC: Von A wie Ampel bis Z wie Zeit



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6033012?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F