Fr., 07.09.2018

Campus braucht urbanes Leben Neben Labor und Hörsaal gehören auch Läden

Die Spitzen von Stadt, Universität, Uniklinik, Fachhochschuöe, Studierendenwerk sowie Bau- und Liegenchaftsbetrieb wollen die Stadtplanung intensiver koordinieren. Am Freitag unterzeichneten alle im Rathaus eine entspreche Absichtserklärung.   Die Spitzen von Stadt, Universität, Fachhochschule, Universitätsklinikum, Bau- und Liegenschaftsbetrieb und Studentenwerk unterzeichnen im Rathaus einen „Letter of Intent“, um bei Investitionsprojekten stadtplanerisch integriert vorzugehen.

Die Spitzen von Stadt, Universität, Uniklinik, Fachhochschuöe, Studierendenwerk sowie Bau- und Liegenchaftsbetrieb wollen die Stadtplanung intensiver koordinieren. Am Freitag unterzeichneten alle im Rathaus eine entspreche Absichtserklärung.   Die Spitzen von Stadt, Universität, Fachhochschule, Universitätsklinikum, Bau- und Liegenschaftsbetrieb und Studentenwerk unterzeichnen im Rathaus einen „Letter of Intent“, um bei Investitionsprojekten stadtplanerisch integriert vorzugehen. Foto: Karin Völker

Münster - 

Das Wissenschaftsquartier westlich vom Schloss ist eine „tote Gegend“. darin sind sich die Spitzen der Hochschulen und Oberbürgermeister Markus Lewe einig. Das soll sich künftig ändern.

Von Karin Völker

Der kaufmännische Direktor des Uniklinikums (UKM) Dr. Christoph Hoppenheit wohnt selbst in der Gegend des UKM – und vermisst dort den Supermarkt in der Nähe. „Es gibt keine Infrastruktur für die 11. 000 Menschen, die im Klinikum arbeiten“, pflichtete ihm der Ärztliche Direktor Prof. Robert Nitsch bei. Dasselbe Problem sieht Universitätsrektor Prof. Johannes Wessels. Auf dem Campus rund um die naturwissenschaftlichen Institute westlich vom Schloss fehle das urbane Leben: „Keine Cafés, keine Geschäfte“, kurzum „tote Hose“, wie Oberbürgermeister Markus Lewe zusammenfasst.

Rund 1,6 Milliarden Euro, so fassten es die Spitzen von Uni, Fachhochschule (FH), UKM, Studierendenwerk sowie Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) zusammen, sollen in den nächsten zehn Jahren verbaut werden, im Einzelnen:

► Die Universität plant zusammen mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb noch für 500 bis 600 Millionen Euro weitere Forschungsbauten, im Wesentlichen Ersatzbauten für die in die Jahre gekommenen Gebäude. Rektor Wessels: Wir müssen in der Planung flexibler werden.“ Beispiel: Warum solle in einem Forschungsinstitut nicht auch ein Laden angesiedelt sein können?

► Das UKM und die medizinische Fakultät der Uni planen allein bis zum Jahr 2021 bauliche Investitionen in Höhe von 370 Millionen Euro, in den Folgejahren würden beim Neubau des operativen Zentrums und der Innensanierung der Türme noch „mehrere Hundert Millionen Euro hinzukommen“, so Hoppenheit.

► Auf 80 bis 90 Millionen Euro veranschlagt die FH ihre Investitionen in naher Zukunft, vor allem auf dem entstehenden Hüffer-Campus zwischen Hüffer- und Robert-Koch-Straße.

► Baumaßnahmen für rund 50 Millionen Euro hat das Studierendenwerk in Planung, wie dessen Geschäftsführer Frank Olivier, erklärt. Größtes Problem dabei: „Wir brauchen Grundstücke für studentischen Wohnraum.“

► Der BLB ist für Uni und FH ausführendes Organ bei den größeren Bauvorhaben, betreut aber auch weitere Behörden und verbaut in Münster mehrere Hundert Millionen Euro, so Geschäftsführer Markus Vieth.



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