Di., 11.09.2018

Polizei-Kontrollen Das Handy am Ohr kostet Radfahrer 55 Euro

Seit Dienstag führt die Polizei Schwerpunktkontrollen an der Warendorfer Straße durch. Radler stehen dabei im Fokus.

Seit Dienstag führt die Polizei Schwerpunktkontrollen an der Waren­dorfer Straße durch. Radler stehen dabei im Fokus. Foto: hpe

Münster - 

Die Warendorfer Straße ist besonders unfallträchtig. Seit Dienstag führt die Polizei dort Schwerpunktkontrollen durch und hat besonders die Radfahrer im Visier.

Von Helmut Etzkorn

Die Zahl der Unfälle auf der Warendorfer Straße macht der Polizei Sorgen: Seit 2015 kam es dort zu 427 Unfällen, bei denen 74 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. In 49 Fällen waren Radfahrer betroffen. Im ersten Halbjahr 2018 gab es mehr Un­fälle als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres.

Radfahrer stehen im Fokus

Seit Dienstag nun führt die Polizei entlang des kritischen Abschnitts zwischen Landeshaus und Schifffahrter Damm Schwerpunktkontrollen durch, im Fokus stehen dabei die Radfahrer.

„Fahren auf der verkehrten Seite, Handy am Lenkrad und Rotlichtverstöße“ fasst Polizeisprecherin Vanessa Arlt die häufig festgestellten Delikte zusammen.

Fotostrecke: Münsters Fahrrad-ABC: Von A wie Ampel bis Z wie Zeit

Am ersten Tag der auf mehrere Wochen angelegten Aktion waren neben Mountain-Bikern der Polizei auch die Kradstaffel und Radar-Laserfahrzeuge im Einsatz. 13 Radler wurden gestoppt, weil sie auf der falschen ­Seite unterwegs waren, zwei Radler telefonierten mit dem Handy am Lenker und mussten 55 Euro berappen. Drei Rotlichtsünder auf der Leeze müssen mit Straf­anzeigen rechnen.

Es sind nicht nur die Radler: Drei Autofahrer wurden ebenfalls mit dem Handy am Ohr erwischt, zwei Fahrer hatten sich nicht an­gegurtet und sechs Autos waren zu schnell unterwegs.



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