Mi., 12.09.2018

Kooperationsprojekt „Dreiklang“ Schwerverletzte  lückenlos  behandeln

Stefan Richter (Westfälische Provinzial Versicherung), Prof. Dr. Michael J. Raschke (Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie) und Christoph Wolters (ZaR) besiegeln den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit.

Stefan Richter (Westfälische Provinzial Versicherung), Prof. Dr. Michael J. Raschke (Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie) und Christoph Wolters (ZaR) besiegeln den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit. Foto: Provinzial

Münster - 

Wer schwer verletzt wurde, braucht rasch Hilfe, ärztliche Behandlung und Rehabilitation. Doch häufig hakt es in der Zusammenarbeit der Institutionen. Die Kooperation „Dreiklang“ soll das ändern.

Ein Unfall kann das Leben binnen Sekunden dramatisch verändern. Für die ganzheitliche Versorgung von Unfallopfern hat die Westfälische Provinzial Versicherung gemeinsam mit dem Universitätsklinikum (UKM) und dem Zentrum für ambulante Rehabilitation (ZaR) das Projekt „Dreiklang“ entwickelt. Unfallversicherte der Provinzial sowie Patienten, die von einem bei ihr Haftpflichtversicherten geschädigt wurden, erhalten hierdurch laut Pressemitteilung „eine umfassende, individuell ausgerichtete Behandlung mit umfangreichen Leistungen“ – über die Akutbehandlung hinaus.

In der derzeitigen Pilotphase organisieren Spezialisten des UKM und des ZaR bereits während der stationären Behandlung gemeinsam mit den Patienten die anschließenden Therapien und sorgen für eine lückenlose Versorgung. Die Reha-Maßnahmen beginnen dabei so früh wie möglich nach dem Klinikaufenthalt, heißt es. So könnten die Patienten erheblich schneller als bisher wieder am sozialen und beruflichen Leben teilnehmen, und die Gefahr von langfristigen gesundheitlichen Folgen werde deutlich reduziert.

Das Modell werde auf weitere Akutkliniken und Reha-Einrichtungen ausgeweitet, versichert Stefan Richter, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Westfälischen Provinzial; unter anderem auf das St.-Franziskus-Hospital, das Clemenshospital und das Marienhospital Steinfurt, aber auch Reha-Einrichtungen in Bad Oeynhausen, Bad Rothenfelde und Telgte seien künftig dabei.

ZaR-Geschäftsführer Christoph Wolters sieht die Vorteile: Schwerverletzte Patienten erhalten die Gewissheit, zu keinem Zeitpunkt in dieser vielleicht schwierigsten Phase ihres Lebens alleine gelassen zu werden. Dieses Gefühl der Sicherheit gepaart mit einer optimal abgestimmten, frühestmöglich einsetzenden Rehabilitation ist für den positiven Heilungsverlauf von zentraler Bedeutung." Prof. Dr. Michael J. Raschke, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am UKM versichert, dass man den Nutzen dieses Projektes im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen begleiten werde, um den Mehrwert nachzuweisen.



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