Di., 11.09.2018

Naive Planung Gereinigt, nicht gelöst

Dass es im Hamburger Tunnel stinkt, und dass sich bis zum Wochenbeginn der Müll unter den Fahrrädern buchstäblich häufte, dafür sind natürlich zuallererst diejenigen verantwortlich, die den Müll dort hinschmeißen oder – vielleicht auch und – zwischen die Räder urinieren.

Von Björn Meyer

Dass Menschen so rücksichtslos agieren, ist fraglos unschön, zugleich aber auch nicht wirklich überraschend. Schon bevor die Stadt im Hamburger Tunnel für zigfachen Sichtschutz durch die aufgestellten Fahrradständer gesorgt hat, stand dort nicht alles zum Besten. Mittlerweile war die Situation in vollem Umfang beschämend. Müll, vergammelndes Essen, Erbrochenes, Urin – willkommen in Münster, liebe Bahnreisende.

Hinzu kommt, dass der Tunnel ein Verkehrsproblem hat. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen zwischen Radfahrern und Fußgängern. Verwunderlich ist das freilich nicht, wenn auf einer viel benutzten Achse die Fahrbahn um rund die Hälfte verkleinert wird. Auch wenn es weh tut: Die Fahrradständer sind gut gemeint, schaffen aber mehr Probleme, als sie lösen. Die Stadt sollte hier nachbessern – möglichst nicht erst 2020, sondern so schnell wie möglich.



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