Mi., 12.09.2018

Kontroverse AfD  kritisiert Sternbergs Kritik

Prof. Thomas Sternberg 

Prof. Thomas Sternberg  Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Heftige Kritik, heftige Debatte: Der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK), der Münsteraner Prof. Thomas Sternberg,  hat die AfD als eine „rechtsradikale Partei“ bezeichnet – und damit auf der Facebook-Seite des Bistums eine Kontroverse ausgelöst.

Von Klaus Baumeister

AfD-Ratsherr Martin Schiller reagierte inzwischen in einem offenen Brief. Dass Sternberg die AfD „in die Nähe des Nationalsozialismus“ rücke, bewertete er als Skandal. „Sie beleidigen nicht nur mich und alle AfD-Mitglieder, nein, Sie beleidigen auch über sechs Millionen Wähler, unter denen übrigens auch viele Katholiken sind“, so Schiller.

In der Debatte wird kritisch angemerkt, dass Sternberg nicht nur beim ZdK aktiv sei, sondern auch bei der CDU. Darüber hinaus wird ihm und der Kirche vorgeworfen, die Gefahr durch Linksradikale zu verharmlosen. Eine Userin kündigte ihren Kirchenaustritt an.

Der Facebook-Post wird geladen

Schiller wirft Sternberg vor, als „Parteisoldat“ der CDU agieren, sich zugleich aber in seiner „Funktion als Präsident des Zentralkomitees der Katholiken“ über die AfD zu äußern und diese zu „brandmarken“. Das eigentliche Problem der CDU, so Schiller weiter, bestehe in der Aufgabe konservative Positionen: „Bruch der Maastricht-Kriterien, Aussetzung der Wehrpflicht, Ehe für Alle und Jeden, Massenzuwanderung, Genderpolitik“.



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