Ergebnis aus Münster-Barometer
Aasee-Umgestaltung: Ausbaggern ja, verkleinern bitte nicht

Münster -

Nach dem Fischsterben bewegt die Münsteraner die Ökologie des Aasees. Das von unserer Zeitung in Auftrag gegebene Münster-Barometer hat die Meinung in der Stadt dazu erforscht.

Donnerstag, 13.09.2018, 09:04 Uhr aktualisiert: 14.09.2018, 16:49 Uhr
Ergebnis aus Münster-Barometer: Aasee-Umgestaltung: Ausbaggern ja, verkleinern bitte nicht
Der Aasee Foto: Matthias Ahlke

Das Fischsterben im Aasee war in Münster der schockierende Höhepunkt der Hitzewelle dieses Sommers – und die Münsteraner haben sich mit der Problematik auseinandergesetzt, wie das aktuelle, repräsentative Münster-Barometer der Forschungsgruppe Bema am Institut für Soziologie der Universität Münster im Auftrag unserer Zeitung zeigt.

Von den Möglichkeiten, künftig die Wasserqualität des Aasees zu verbessern, stößt vor allem eine Maßnahme auf Zustimmung, die die Stadt Münster allerdings gar nicht entscheiden kann. Eine große Mehrheit (70,5 Prozent) spricht sich dafür aus, die Felder am Oberlauf der Aa nicht mehr mit Gülle zu düngen. Der Oberlauf der Aa fließt allerdings durch den Kreis Coesfeld – weshalb die Stadt Münster keine Verbote für die Landwirtschaft aussprechen kann.

Die schönsten Bilder vom Aasee

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  • Der Aasee gehört zu den Wahrzeichen von Münster.

    Foto: hpe
  • Der Aasee aus der Vogelperspektive.

    Foto: Luftbildkontor Fischer
  • Trauerschwan "Schwarze Petra" schwimmt neben ihrer "große Liebe" - einem Tretboot in Form eines weißen Plastikschwans - auf dem Aasee.

    Foto: Friso Gentsch
  • Der Blick auf die Aasee Terrassen.

    Foto: kal
  • Die Aasee-Wiesen sind gerade im Sommer ein beliebter Treffpunkt.

    Foto: Oliver Werner
  • Segelboote an den Aasee Terrassen.

    Foto: kal
  • Segelboote auf dem Aasee.

    Foto: hpe
  • Die Aaseekugeln sind gerade im Sommer gut besucht.

    Foto: Oliver Werner
  • Anlässlich der Aaseerenaden versammeln sich Zuschauer auf den Aasee Terrassen.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Feuerwerk über dem Aasee.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Auch Gänse machen gerne am Aasee Rast.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Aasee und, hinter den Bäumen, der Dom.

    Foto: Oliver Werner
  • Zum Katholikentag 2018 in Münster fand ein Tretboot-Gottesdienst auf dem Aasee statt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Das Solarschiff Solaaris und mehrere Segelboote auf dem Aasee.

    Foto: Ralf Emmerich
  • Sonnenuntergang am Aasee.

    Foto: Oliver Werner
  • Ein Ruderer auf dem Aasee.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der „Pier“ am Aasee - erbaut im Rahmen der Skulptur-Projekten 1997 vom Künstler Jorge Pardo.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ein Schwanentretboot beobachtet die Regatta auf dem Aasee.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Zur Montgolfiade fliegen bunte Ballons über dem Aasee um die Wette.

    Foto: hpe
  • Das Jugendgästehaus - eines der Hotels direkt am Aasee mit bestem Blick aufs Wasser.

    Foto: Oliver Werner

Eine Mehrheit von knapp 60 Prozent der Münsteraner fände es auch sinnvoll, den Aasee auszubaggern, damit er tiefer wird und mehr Wasser aufnehmen könnte.

Verkleinerung wird abgelehnt

Kaum auf Zustimmung stößt allerdings die Option, die Fläche des Aasees zu verkleinern, weil der Zufluss für einen so großen See zu klein ist. Eine ganz überwiegende Mehrheit der Münsteraner (85,9 Prozent) will den Aasee in seiner jetzigen Größe erhalten – und erteilt einem solchen Ansinnen eine Absage.

Bei der aktuellen Debatte, ob die heißen Temperaturen des vergangenen Sommers Ausdruck des Klimawandels waren oder ein normales Wetterphänomen, zeigt sich in Münster ein recht eindeutiges Bild: Zwei Drittel (66,5 Prozent) schreiben den Hitzesommer dem Klimawandel zu, das restliche Drittel sieht darin ein normales Wetterphänomen. Frauen und unter 40-Jährige in Münster sehen den Sommer sogar zu rund drei Vierteln als Vorbote der Klimaveränderung.

Während der großen Sommerhitze war für die meisten Münsteraner bevorzugt entweder der eigene Garten, Balkon beziehungsweise Terrasse (36,1 Prozent) oder das Innere der Wohnung (37 Prozent) der bevorzugte Ort. Für zwölf Prozent waren Freibad oder Kanal der beste Platz an heißen Tagen.

Zum Thema

Alle Ergebnisse des Münster-Barometers mit vielen aktuellen lokalen Themen lesen Sie in der Ausgabe am Samstag (15. September).

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