Verwaltungsgericht weist Klage ab
Ex-Soldatin muss für Arztausbildung zahlen

Münster -

Gut 57.000 Euro sollte eine anerkannte Kriegsdienstverweigerin für ihre Arztausbildung bei der Bundeswehr zurückzahlen. Deshalb klagte sie gegen die Bundesrepublik Deutschland.

Montag, 17.09.2018, 19:30 Uhr aktualisiert: 17.09.2018, 20:59 Uhr
Das Verwaltungsgericht Münster hat die Klage einer früheren Soldatin abgewiesen, die nach ihrer Kriegsdienstverweigerung nicht für ihre Ausbildung als Medizinerin zahlen wollte.  
Das Verwaltungsgericht Münster hat die Klage einer früheren Soldatin abgewiesen, die nach ihrer Kriegsdienstverweigerung nicht für ihre Ausbildung als Medizinerin zahlen wollte.   Foto: Julia Kwiatkowski

Eine Münsteranerin muss gut 57.000 Euro an Kosten für ihre ärztliche Aus- und Weiterbildung an das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr zurückzahlen. Eine entsprechende Klage der früheren Soldatin gegen die Zahlungsaufforderung wies das Verwaltungsgericht Münster am Montag nach eigenen Angaben ab.

Die schriftliche Urteilsbegründung erfolgt noch. Die Klägerin wurde demnach Anfang 2004 in das Dienstverhältnis einer Soldatin auf Zeit berufen. Im Verlauf ihrer militärischen Ausbildung wurde sie von April 2004 bis Mai 2010 für ein Studium der Medizin an der Westfälischen Wilhelms-Universität beurlaubt. Nach ihrer Anerkennung als Kriegsdienstverweigerin wurde die Frau im August 2012 aus dem Dienstverhältnis einer Soldatin auf Zeit entlassen. 2015 forderte das Bundesamt dann den anlässlich ihres Studiums verbliebenen geldwerten Vorteil sowie die Fachausbildungskosten zurück.

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