Alex-Talk zum Thema „Hochsensibilität“
Mit feinen Fühlern  auf Empfang

Münster -

Beim nächsten Alex-Talk am Dienstag (25. September) möchten die Alexianer mit dem Thema „Hochsensibilität – ein Temperament zwischen Wahrnehmungsbegabung und Reizüberflutung“ Einblicke in das Erleben und die Stärken hochsensibler Kinder und Jugendlicher geben.

Donnerstag, 20.09.2018, 13:00 Uhr aktualisiert: 20.09.2018, 13:40 Uhr
Hochsensible Menschen haben feine Antennen und vielfältige Potenziale. Beim Alex-Talk am Dienstag (25. September) geht es darum, diese Wesensmerkmale zu verstehen und zu fördern.
Hochsensible Menschen haben feine Antennen und vielfältige Potenziale. Beim Alex-Talk am Dienstag (25. September) geht es darum, diese Wesensmerkmale zu verstehen und zu fördern. Foto: Doris Reich

Ein Handyklingeln von links, ein Straßenakrobat auf der rechten Seite, Musik, blinkende Leuchtreklame aus dem Shop gegenüber und um uns herum viele hektische Menschen: Die bunte und trubelige Atmosphäre bei einem Stadtbummel, die den meisten Menschen gut gefällt, bedeutet für hochsensible Menschen nicht selten Stress pur. Aber auch der Lärmpegel und das lebendige Treiben in einer Schulklasse können für hochsensible Kinder und Jugendliche schnell zu einer echten Herausforderung werden.

Beim nächsten Alex-Talk am Dienstag (25. September) möchten die Alexianer in Kooperation mit den Westfälischen Nachrichten mit dem Thema „Hochsensibilität – ein Temperament zwischen Wahrnehmungsbegabung und Reizüberflutung“ Einblicke in das Erleben und die Stärken hochsensibler Kinder und Jugendlicher geben.

Intensiveres Erleben

„Hochsensible Menschen nehmen Reize viel direkter wahr als andere Menschen. Sie verfügen über weniger ausgeprägte Filter des Nervensystems, was zu intensiverem, oft auch differenzierterem Erleben führt“, erläutert Tanja Gellermann ein wesentliches Merkmal dieser Temperamentsausprägung. Schon seit vielen Jahren leitet die Heilpraktikerin für Psychotherapie, zugleich auch Sensitiv Coach und körperorientierte Traumatherapeutin, Fortbildungen zur Hochsensibilität für Pädagogen, Lehrer, Therapeuten und auch Eltern.

„Ein hochsensibles Kind muss eine enorme Anpassungs- und Denkleistung vollbringen, um seine vielschichtigen Wahrnehmungen und Gefühle einordnen und zwischen wichtiger und unwichtiger Information unterscheiden zu können. Es erlebt Gefühle sehr intensiv und ist daher auf emotionaler Ebene oft maximal beansprucht“, erklärt die Expertin.

Psychische Belastung

Welchen psychischen Belastungen hochsensible Kinder und Jugendliche verstärkt ausgesetzt sein können, wird Dr. Christopher Kirchhoff, Chefarzt der Alexianer Don Bosco-Klinik und Tagesklinik für Kinder-, Jugend- und Adoleszenzpsychiatrie, ergänzend skizzieren, aber ebenso auf deren inneres Erleben und ihre Stärken eingehen:

„Hochsensible Kinder achten auf unzählige Dinge, bedenken winzige Details und stellen oft außergewöhnlich kluge Fragen. Große Kreativität, unerschöpflicher Wissensdurst und eine ausgeprägte Vorstellungskraft zeichnen sie aus. Auch interessieren sie sich schon früh für tiefgründige Themen und werden von einem großen Gerechtigkeitssinn geleitet“, skizziert Kirchhoff einige Merkmale dieses Temperaments.

Zum Thema

Wer mehr über das Thema erfahren möchte, ist zum Alex-Talk am Dienstag (25. September) um 18 Uhr in der Alexianer-Waschküche eingeladen. Eintrittskarten sind ab sofort in der Waschküche, Bahnhofstraße 6, und im WN-Ticket-Shop, Prinzipalmarkt 13-14, erhältlich oder auch online unter E-Mail alextalk-muenster@alexianer.de reservierbar.

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