Ambulant betreutes Wohnprojekt Haus Margaretha feiert Richtfest
Wieder mitten im Leben

Münster -

Richtfest feierte am Mittwochnachmittag „Haus Margaretha“, ein ambulant betreutes Wohnprojekt der Alexianer in Sankt Mauritz am Hegerskamp 5. Im Schatten der Kirche St. Margaretha steht der zweigeschossige Neubau, noch sind die Fenster leer, im April 2019 sollen die ersten Mieter einziehen. Es geht um junge pflegebedürftige erwachsene Menschen und junge Menschen mit erworbenen Hirnschäden, ob durch Unfall oder Schlaganfall. Für 24 ist Platz.

Mittwoch, 19.09.2018, 20:20 Uhr aktualisiert: 20.09.2018, 15:50 Uhr
Alexianer, Kirchengemeinde und Handwerk vereint um den Richtkranz für Haus Margaretha: Bernhard Sandbothe, Arnd Kratzenberg, Stephan Dransfeld, Ralf Trottenberg, Noah Thieben, Melanie Haverkamp, Anke Flender, Dr. Ansgar Felden und Bernd Lenkeit.
Alexianer, Kirchengemeinde und Handwerk vereint um den Richtkranz für Haus Margaretha: Bernhard Sandbothe, Arnd Kratzenberg, Stephan Dransfeld, Ralf Trottenberg, Noah Thieben, Melanie Haverkamp, Anke Flender, Dr. Ansgar Felden und Bernd Lenkeit. Foto: Andreas Hasenkamp

Das Angebot zielt auf die Lücke zwischen Heim und Zuhause, wie es auch die „Junge Pflege“ im Haus Achatius in Wolbeck tut. Aber in Haus Margareta sei noch viel mehr Unabhängigkeit möglich, freut sich Bernhard Sandbothe vom Haus Achatius. Das Angebot stelle jeder Mieter „total individuell“ zusammen, betont auch die Leiterin von Haus Margareta, Anke Flender. Bisher leitete sie die Junge Pflege in Wolbeck. In Haus Margaretha können Familienmitglieder einzelne Arbeiten in eigener Regie übernehmen. Flender sucht noch Arbeitskräfte, besonders im Bereich der Assistenz.

Ein solches Angebot sei für die Alexianer neu, da sei man wohl „Vorreiter für Münster“, sagt Stephan Dransfeld, Regionalgeschäftsführer der Alexianer. Hier seien Nutzer „mitten im Quartier, mitten im Leben“. Dazu gehört der Wochenmarkt, gelegentlich ein Flohmarkt, die Gemeinde, die gute Verkehrsanbindung und Geschäfte. Es gebe eine „gut funktionierende Nachbarschaft“, so Bernd Lenkeit vom Kirchenvorstand von St. Mauritz. Zudem wird sich die Kirchengemeinde St. Mauritz auf 100 Quadratmetern einmieten: Es gibt Platz für das Pfarrbüro, das Sozial- und das Seniorenbüro, einen Seelsorger und einen Raum für Besprechungen. Auf das Neue im Haus und auf dem an die Kirche angrenzenden Innenhof freut sich schon der Nachbar Johannes Frickenstein: „Das wird spannend“. Den ersten Kontakt mit der Kirchengemeinde gab es 2012; Ende 2017 begann der Rohbau. Vier Millionen kostet der Neubau; das Grundstück ist von der Gemeinde gepachtet.

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