Ratsdebatte zum Fischsterben
Viel Ratlosigkeit rund um den Aasee

Münster -

Ein Allheilmittel für den See und seine Wasserqualität gibt es nicht. Dies wurde in der Ratsdebatte am Mittwoch deutlich. Um in der kritischen Phase ausreichend Frischwasser in den Aasee zu pumpen, hätte es den täglichen Trinkwasserbedarf von 60.000 Menschen gebraucht.

Mittwoch, 19.09.2018, 21:30 Uhr
Ein Allheilmittel für den See und seine Wasserqualität gibt es nicht. Dies wurde in der Ratsdebatte am Mittwoch deutlich.
Ein Allheilmittel für den See und seine Wasserqualität gibt es nicht. Dies wurde in der Ratsdebatte am Mittwoch deutlich. Foto: Oliver Werner

Das Umkippen des Aasees und das damit verbundene massenhafte Fischsterben wirft weiter viele Fragen auf. Das wurde in der Ratsdebatte am Mittwoch einmal mehr deutlich. Fest steht: Ein Allheilmittel für den See und seine Wasserqualität gibt es nicht. „Wir werden neu darüber nachdenken, ob es andere Lösungen gibt“, kündigte Umweltdezernent Matthias Peck an.

Eigentlich sei der Aasee ein Regenrückhaltebecken, um die Altstadt vor Hochwasser zu schützen, wie ÖDP-Ratsherr Franz Pohlmann sagte. „Der Aasee und sein Zustand sind Folge des menschlichen Wirkens.“ Dass es dafür keine einfachen Lösungen gebe, betonte Grünen-Ratsherr Jörn Möltgen. Zugleich kritisierte er die öffentliche Debatte nach den Geschehnissen: „Populistische Diskussion.“ Plötzliche habe es 300.000 Gewässer-Ökologen in der Stadt gegeben. Dabei gingen Möltgen wie auch der Umweltdezernent von einem Zusammentreffen unterschiedlicher Faktoren als Ursache für das Umkippen des Sees aus.

Weder ausreichend Sauerstoff, noch ausreichend frisches Wasser

Unterschiedlich wurde die Rolle der Landwirtschaft bewertet. SPD-Ratsherr Ludger Steinmann kritisierte, dass man von den Erkenntnissen der Vergangenheit zu wenig umgesetzt habe. Dabei hatte er auch die Einträge durch die Landwirtschaft im Blick. CDU-Vertreter Heinz Georg Buddenbäumer, selbst Landwirt, verwies dagegen auf ein „strukturelles Problem“ beim zu flachen Aasee.

„Der Aasee wird uns weiter intensiv beschäftigen“, so Umweltdezernent Peck. Er betonte mit Blick auf die Ereignisse, dass es weder möglich gewesen sei, ausreichend Sauerstoff in den See zu bringen noch ausreichend frisches Wasser. Dafür hätte es den täglichen Trinkwasserbedarf von 60 000 Menschen gebraucht. Sein Fazit: „So einfach sind die Lösungen nicht.“

Fischsterben im Aasee

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  • Fischsterben im Aasee Foto: Matthias Ahlke
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