Theater-Projekt „24 Stunden Münster“
Die Begeisterung macht’s möglich – Premiere am 2. Oktober

Münster -

Carola von Seckendorff und Cornelia Kupferschmid – das ist die Power zweier Frauen, die Management-Kompetenz zweier Mütter, die Begeisterung zweier Theatermacher. Und die beiden haben es tatsächlich geschafft: „24 Stunden Münster“ findet statt.

Donnerstag, 20.09.2018, 18:50 Uhr aktualisiert: 21.09.2018, 07:39 Uhr
Das sind einige der Mitmacher beim „24 Stunden Münster“-Projekt, das jeweils 24 Stunden an fünf Terminen an fünf Theatern zu sehen sein wird.
Das sind einige der Mitmacher beim „24 Stunden Münster“-Projekt, das jeweils 24 Stunden an fünf Terminen an fünf Theatern zu sehen sein wird. Foto: Margarita Daitche

Carola von Seckendorff und Cornelia Kupferschmid – das ist die Power zweier Frauen, die Management-Kompetenz zweier Mütter, die Begeisterung zweier Theatermacher. Und die beiden haben es tatsächlich geschafft: „24 Stunden Münster“ findet statt. Das Programm bringt die Stadt 24 Stunden lang zum Sprechen, auf den Bühnen dieser Stadt, von Menschen dieser Stadt. Schon jetzt ist sicher: Das ist das Kult-Ereignis des Jahres. Und es schreibt selbst Geschichten und Geschichte. Oder wie es Ulrich Peters als Generalintendant des Theater formuliert: „Its magic.“

100 Beteiligte aus Münsters professionellen Theatern – institutionellen wie freien – wirken an dieser „Liebeserklärung an die Stadt, die Theater, die Geschichten dieser Stadt“ mit. Zum ersten Mal sind die „24 Stunden Münster“ am 2. Oktober im Wolfgang-Borchert-Theater ab 17 Uhr zu erleben. Nach der Premiere finden weitere Aufführungen im Bühnenboden (13. Oktober), Boulevard (23. Oktober), Theater Münster (31. Oktober) und im Pumpenhaus (24. November) jeweils von 17 bis 17 Uhr statt.

Die Aufführung der jeweils einstündigen 24 Stücke dauert dementsprechend 24 Stunden. Die Aufführung ist an fünf verschiedenen Terminen an fünf Theatern zu erleben. Es gibt Theaterfreunde, die sich das Programm in Fünf-Stunden-Pakete auf die Theaterorte aufteilen, um nicht nur die zwei Dutzend höchst unterschiedlichen Inszenierungen zu sehen, sondern auch die Spielorte. Ob jemand die Stücke en bloc in einem Theater ansieht, ist nicht bekannt. Aber das Borchert-Theater wird rund um die Uhr für Bewirtung sorgen, das Theater Münster Einweg-Zahnbürsten auf den Toiletten aufstellen . . .

Studierende der Fachhochschule werden das Programm mit 24 Stunden Bühnenbildern versorgen. Die Projektionen orientieren sich wie die Stücke meist an der Tageszeit. So wird zur Morgenstunde in den Theatern unmerklich die Sonne der Rieselfelder aufgehen. Der „wahre Wilsberg“ wird plaudern, es gibt ein Spiel um die Türmerin (mit Steffi Stephan als Gast); mit Schwester Barbara kommt morgens um 5 Uhr das Thema Gott und Ewigkeit zur Sprache, Geschichten einer Prostituierten, eines ehemaligen IT-Managers, eines Flüchtlings, einer Psychologin werden in Szene gesetzt. Bewohnerinnen der Hospize in Münster erzählen vom nahen Tod und vom Glück, in diesen Häusern sein zu dürfen. Die 24 Stunden reichen sicher nicht, um all die Geschichten der Menschen dieser Stadt zu erzählen. Aber immerhin 24 Stunden werden es schon mal.

In der Studiobühne gibt es vorab ein paar „Try Outs“: am Freitag (21. September) von 11 bis 17 Uhr, am Samstag und Sonntag (22. und 23. September) von 11 bis 21 Uhr. Vom 29. September um 17 Uhr bis 30. September 17 Uhr findet dort ein erster Durchlauf statt. Karten (5 Euro die Stunde) an der Tageskasse.

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Außer dem 24-Stunden-Ticket gibt es jetzt auch Karten für einzelne Stunden im gewünschten Theater. Tickets sind ausschließlich an der Theaterkasse, Neubrückenstraße 63, erhältlich.   | 24h-ms.de

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