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Nur eine Stadt bei Diebstählen vor Münster

Münster -

Laut aktueller polizeilicher Kriminalstatistik wurden 2017 in Münster rund 1432 Fahrräder pro 100.000 Einwohner gestohlen. Deutschlandweit liegt Münster damit ziemlich weit vorne.

Mittwoch, 26.09.2018, 11:30 Uhr aktualisiert: 26.09.2018, 13:15 Uhr
In Münster wurden im letzten Jahr 4466 Fahrraddiebstähle angezeigt.
In Münster wurden im letzten Jahr 4466 Fahrraddiebstähle angezeigt. Foto: dpa (Symbolbild)

Auch die Schadenshöhe ist hier im Vergleich zum Vorjahr in Münster um fast ein Fünftel gestiegen – das belegen aktuelle Zahlen des hannoverschen Spezialversicherers Wertgarantie.

Aus der aktuellen Kriminalstatistik geht hervor, dass Leipzig die Stadt mit den meisten Fahrraddiebstählen ist: 1756 pro 100.000 Einwohner, dicht gefolgt von Münster mit 18,5 Prozent weniger Diebstählen.

Die Statistiken zeigen auch, dass die Schadenssumme im Vergleich zum Vorjahr pro Diebstahl um 24,3 Prozent in der Fahrradstadt gestiegen ist. Der Rückschluss: Insbesondere teure Fahrräder geraten ins Visier der Diebe, heißt es in einer Pressemitteilung. Spitzenreiter der teuersten Fahrraddiebstähle im deutschlandweiten Vergleich ist aber Leipzig, heißt es weiter. Hier stieg die Schadenssumme je Diebstahl um 38,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der geringste Anstieg lässt sich in Berlin verzeichnen (6,1 Prozent).

Fünf Tipps gegen Fahrraddiebstahl

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  • Im Jahr 2015 hat die Polizei deutschlandweit mehr als 335.000 Fälle gezählt. Spitzenreiter - bei der Pro-Kopf-Quote - ist Münster mit 1719 gestohlenen Rädern pro 100.000 Einwohner.

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  • Die Aufklärungsquote ist gering - der Ärger bei den Betroffenen sowie der Aufwand für den Kauf eines neuen Rades und den Schriftwechsel mit der Versicherung hingegen sind oft groß. Mit den richtigen Maßnahmen können Fahrradbesitzer Dieben die Straftat erschweren. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) sowie die Schlosshersteller Abus und Trelock geben diese Tipps zur Vorbeugung:

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  • Abschreckung: Schon der Anblick massiver, schwerer Schlösser kann Diebe abschrecken. Denn diese wollen schnell zum Erfolg kommen, leicht knackbare Modelle ziehen sie an. Ein dünnes Spiralkabelschloss dagegen leistet nur wenig Widerstand: Es ist schnell durchgetrennt, je nach Schloss geht das schon mit leichterem Haushaltswerkzeug.

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  • Qualität: Rund zehn Prozent des Fahrradpreises sollte man für das Schloss ausgeben. In Städten mit vielen Fahrraddiebstählen kann es sinnvoll sein, auch günstige Räder mit eher teuren Schlössern zu sichern.

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  • Flexibilität: Panzerkabel-, Ketten- und Faltschlösser sind nicht nur massiv, sondern auch flexibel. Beim Anschließen des Rades lassen sie sich auch um etwas voluminösere Gegenstände wickeln. Das geht bei Bügelschlössern oft nur bedingt. Diese starren Schlösser in U-Form gelten dafür im Allgemeinen als widerstandsfähigster Schutz.

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  • Transport: Ein Schloss hilft Radlern nur dann, wenn man es stets dabei hat. Beim Kauf von Bügelschlössern sollte man das Rad mitnehmen, um zu sehen, welche Halterung passt. Denn sehr schwere Schlösser immer im Rucksack zu transportieren, kann mühsam sein.

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  • Technik: Diebe dürfen das Rad nicht wegtragen können - denn an sicheren Orten knacken sie auch sehr robuste Schlösser. Idealerweise wird das Schloss um das Oberrohr des Fahrrads und zugleich um einen verankerten Gegenstand wie einen Fahrradständer oder Laternenpfahl gewickelt. Liegt das Schloss dagegen auf dem Boden, bietet das Dieben manchmal einen besseren Hebel: Sie können zum Beispiel einen Bolzenschneider auf der einen Seite ablegen und mit beiden Händen den anderen Griff umfassen. In geschlossenen Räumen wie Kellern und Garagen sind Räder besonders sicher. Auch dort schließt man sie aber besser an, falls es Dieben gelingt, sich Zugang zu verschaffen.

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