Do., 27.09.2018

Sechs Wochen vor Sessionsstart Plötzlich ein neuer Karnevalsprinz

Ein neuer Prinz sechs Wochen vor Sessionsbeginn: V.l. Geprima Bernard Homann, Adjutant Thomas Straßburg, Prinz Leo Squillace, Adjutant Detlev Simon und Adjutant Marcus Janotta.

Ein neuer Prinz sechs Wochen vor Sessionsbeginn: V.l. Geprima Bernard Homann, Adjutant Thomas Straßburg, Prinz Leo Squillace, Adjutant Detlev Simon und Adjutant Marcus Janotta. Foto: hpe

Münster - 

Sechs Wochen vor Beginn der neuen Session hat Münster plötzlich keinen Karnevalsprinzen mehr: Der Hiltruper Oliver Schmidt ist von seinen Pflichten entbunden worden. Grund ist die Gesundheit. Wer neuer Prinz wird, steht schon fest.

Von Ralf Repöhler

Münster bekommt kurzfristig einen neuen Karnevalsprinzen. Sechs Wochen vor Beginn der neuen Karnevalssession wurde der erst im Juni mit großem Zuspruch gewählte Prinz Oliver „Olli“ Schmidt (Narrenfreunde Hiltrup) von seinem hohen Amt und seinen närrischen Pflichten entbunden. Grund seien unvorhersehbare gesundheitliche Probleme, heißt es.

Die Prinzengarde wählte auf Vorschlag von Generalprinzmarschall (Geprima) Bernard Homann am Donnerstagabend ganz kurzfristig einen neuen designierten Prinzen, der bereits am 11. 11. das Zepter in die Hand nehmen wird: Pantaleone „Leo“ Squillace (48), Wirt des Ristorante „Dell’Isola“ an der Aegidiistraße, wird Münsters erster italienischer Karnevalsprinz sein.

Faustdicke Überraschung

Für die Mitglieder der Prinzgarde war es eine faustdicke Überraschung, als der Geprima bei der lange anberaumten Herbstversammlung im Mövenpick-Hotel, bei der es eigentlich nur um Sessionstermine gehen sollte, plötzlich einen neuen Prinzen in petto hatte.  Leo Squillace, der als kleiner Junge Ende der 1980er Jahre aus Kalabrien nach Deutschland kam und inzwischen selbst drei Kinder hat, ist seit mehreren  Jahren Mitglied der Prinzengarde. Seine Muttergesellschaft ist die KG Freudenthal.

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Schöner Zufall: Seine Frau Elisa feiert am Tag des Prinzenballs, dem 12. Januar 2019, ihren Geburtstag. Gleich drei sehr erfahrene Adjutanten stehen der Tollität zur Seite: Marcus Janotta, Thomas Straßburg und Detlev Simon. Eigentlich wollte Leo Squillace mit einem Auge das Dortmund-Spiel gucken, als Geprima Homann und Planungsmarschall Straßburg am Mittwochabend in sein Restaurant kamen – „mit einer neuen Geschäftsidee“.

Nach nur einer Nacht Bedenkzeit war für den italienischsten aller Prinzgardisten klar: „Mein Lebenstraum geht in Erfüllung.“ Am Donnerstagmorgen sagte er zu, am Abend wurde er gewählt. Jetzt müssen ganz schnell Ornat und Orden her. Dass Olli Schmidt nun doch nicht das närrische Zepter in Münster schwingt, ist für Hiltrup natürlich eine Enttäuschung. Der Präsident der nur auf elf Mitglieder beschränkten Narrenfreunde Hiltrup wäre ab November der erste Stadtprinz aus dem Stadtteil gewesen.

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