Projekt zur Mülltrennung
„Wir sind Wertstoffprofis!“

Münster -

Weil man nicht früh genug lernen kann, wie man der Umwelt hilft, sind Schüler der Primusschule zu Wertstoffprofis ausgebildet worden.

Samstag, 29.09.2018, 07:00 Uhr
Die Umweltschützer: Michael Schmidt, Julia Knorst und Lea Mallach (r.) mit zwei frisch ausgebildeten Wertstoffprofis.
Die Umweltschützer: Michael Schmidt, Julia Knorst und Lea Mallach (r.) mit zwei frisch ausgebildeten Wertstoffprofis. Foto: Melina Liethmann

„Zeitungen kommen in die blaue Tonne“, erklärt Julia Knorst. Zusammen mit ihrem Kollegen Michael Schmidt bildet sie am Freitagvormittag rund 150 Kinder der Primusschule zu „Wertstoffprofis“ aus. Im interaktiven Theater sollen die Kinder lernen, wie man Müll richtig entsorgt.

„Aufräumen, trennen, sortieren“ ist die Faustregel. Was in den meisten Kinderzimmern gar nicht gut ankommt, stößt in der Schulturnhalle auf helle Begeisterung. Spielerisch lernen die Kinder dort, warum Mülltrennung wichtig ist, worauf sie dabei achten müssen.

Thema Müll wird aufgearbeitet

Als Julia Knorst acht Kinder nach vorn holt, ist die Enttäuschung erst groß: Ausnahmslos alle Kinder wollten beim „Trennspiel“ beweisen, dass sie ihren Müll richtig entsorgen. Die Schmollmünder sind aber schnell Geschichte: Als die acht Auserwählten loslegen und Plastikflaschen, alte Schuhe und Zeitungen einsammeln und in die richtigen Tonnen werfen, fiebert das Publikum begeistert mit.

Lehrerin Lea Mallach hat mit ihrer Sonnenblumenklasse schon vergangenes Jahr zum Thema Müll gearbeitet. Zwei ihrer achtjährigen Schüler haben im Forscherclub der Schule sogar selbst zum Thema Umweltverschmutzung im Meer geforscht. „Wir arbeiten das Thema immer wieder mit den Kindern auf. Und dabei können wir alle hier an der Schule noch etwas lernen“, sagt Mallach, die die Wertstoffprofis heute an die Schule geholt hat.

„Man kann nicht früh genug anfangen“

Das interaktive Theater ist Teil des Remondis-Bildungsprojektes. Das Recyclingunternehmen arbeitet mit Pädagogen zusammen, um mit altersgerechten Programmen Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit schon früh ins Bewusstsein der Kinder zu rücken. „Man kann nicht früh genug anfangen“, erklärt Julia Knorst.

Die Kinder sind begeistert. „Das war total cool!“, rufen sie den Wertstoffprofis beim Verlassen der Turnhalle zu. „So ein Vormittag ist ein guter Anreiz. Aber wir sind natürlich darauf angewiesen, dass die Schulen das Thema dann weiterverfolgen“, erklärt Knorst. Die Chancen dafür stehen gut. Ihr Lied „Alle Tonnen sind schon da“, hat jedenfalls allen Anwesenden einen Ohrwurm beschert.

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