Fr., 28.09.2018

Neuer Prinz Karneval Il principe del carnevale dall‘Italia

Pasta sind sein Leibgericht und handgemacht in seinem Restaurant Dell‘Isola. Ab dem 11.11. wird Leo Squillace weniger am Herd, dafür mehr im närrischen Rampenlicht stehen. Der künftige Prinz bekommt nun in der Küche Unterstützung von seinem Sohn Salvatore Marco (li.)

Pasta sind sein Leibgericht und handgemacht in seinem Restaurant Dell‘Isola. Ab dem 11.11. wird Leo Squillace weniger am Herd, dafür mehr im närrischen Rampenlicht stehen. Der künftige Prinz bekommt nun in der Küche Unterstützung von seinem Sohn Salvatore Marco (li.) Foto: hpe

Münster - 

Leo Squillace, neuer Prinz Karneval, will „von Anfang an Gas geben“. Der 48-jährige Restaurantbesitzer mit italienischen Wurzeln freut sich schon auf seine Proklamation vor dem Rathaus.

Von Helmut P. Etzkorn

Er ist der erste Karnevalsprinz mit italienischen Wurzeln, und noch nie wurde ein Narrenoberhaupt erst sechs Wochen vor der Session quasi im zweiten Wahlgang bestimmt: „Macht nichts, ich werde die Herzen der Karnevalsfreunde mit meinem südländischen Temperament erobern und mittendrin sein, wenn im Saal die Post abgeht“, sagt der 48-Jährige.

Nach dem überraschenden Rückzieher vom bereits im Frühjahr vorgestellten Prinzenanwärter Olli Schmidt habe er „keinen Moment gezögert“, als die Prinzengarde Anfang der Woche nachgefragt habe.

Hofmarschall Detlev Simon: „Leo gehört schon lange zum Freundeskreis der Prinzengarde und stand ohnehin auf der Liste. Wir sind stolz und dankbar, dass er uns jetzt so kurzfristig eine Zusage erteilt hat!“

Närrische Heimat: Der KG Freudenthal

Geboren im närrischen Köln ging es für Squillace, den alle nur Leo nennen, zunächst mit der Familie zurück in die Heimat Kalabrien. Mit 17 Jahren dann kam er wieder nach Deutschland, arbeitete in der Gastronomie und übernahm 1996 als Pächter das Restaurant Dell‘Isola an der Aegidiistraße.

Über seinen Brauerei-Ansprechpartner und Karnevalisten Norbert Mackenroth kam der Kontakt zum jecken Münster, seit 20 Jahren besucht Leo die Herrensitzung der Bösen Geister. Seine närrische Heimat fand er in der KG Freudenthal. 2006 wurde Tochter Marielle Stadtjugendprinzessin, Leo kam in den Förderverein der Prinzengarde und sein Lokal ist seitdem häufig Treffpunkt des Freundeskreises.

Prinz Leo I. gibt Vollgas

Seit ein paar Wochen hat Sohn Salvatore Marco die Ausbildung als Koch abgeschlossen und Vater Leo nun den Freiraum gegeben, neben seiner Rolle als Maître im Restaurant auch noch Narrenoberhaupt werden zu können. Ehefrau Elisa (38), die selbstständige Vertreterin für italienische Designermöbel ist und zum neunköpfigen Isola-Team gehört, hat ihr „Okay“ gegeben.

Eines seiner prinzlichen Lieder will er natürlich auf italienisch singen, bis zum Auftakt wird der Ornat fertig sein. Der Dämmerschoppen mit Ordensvorstellung ist auf den Januar verlegt. Sein Hobby, im Sauerland Pilze zu sammeln, hat er jetzt erst einmal zurückgestellt.

„Ich bereite mich intensiv vor und will von Anfang an Vollgas geben. Mit drei tollen Adjutanten wird das gelingen“, ist Prinz Leo I. optimistisch.



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